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CHRONOLOGIE SCHWERER RECHTSEXTREMER TERROR & GEWALT | RECHERCHEÜBERSICHT · DEUTSCHLAND

Schwere Angriffe, Anschläge, Terror sowie versuchte und vollendete Tötungen auf deutschem Gebiet nach 1945

CHRONOLOGIE SCHWERER RECHTSEXTREMER TERROR & GEWALT | RECHERCHEÜBERSICHT · DEUTSCHLAND

RECHERCHEÜBERSICHT · DEUTSCHLAND

CHRONOLOGIE SCHWERER
RECHTSEXTREMER GEWALT

Schwere Angriffe, Anschläge, Terror sowie versuchte und vollendete Tötungen auf deutschem Gebiet nach 1945

1968  —  10. August 2026

Chronologisch · quellenbasiert · mit gesonderter Kennzeichnung ungeklärter Fälle

Redaktionsstand: 10. August 2026

 

 

Einleitung und Gesamtzahl

Eine einzige, allgemein anerkannte Gesamtzahl gibt es nicht. Vor 1990 wurden rechtsextrem motivierte Tötungsdelikte nicht bundesweit gesondert erfasst; auch danach unterscheiden sich staatliche und zivilgesellschaftliche Kriterien. Die Bundesregierung wertet 117 Terrorsanschläge mit Tötungsdelikte seit der Wiedervereinigung als rechts motiviert. Die Amadeu Antonio Stiftung dokumentiert dagegen mindestens 223 Todesopfer seit 1990 sowie 21 weitere Verdachtsfälle.

Quellen: [Q01] · [Q07]

In dieser rekonstruierten Übersicht stehen 75 datierte Fallkomplexe in der Hauptchronologie. Weitere 17 Fälle oder Verfahren sind gesondert aufgeführt, weil Tatmotiv, Täterschaft oder gerichtliche Einordnung offen beziehungsweise umstritten sind. Ein Fallkomplex kann mehrere Taten, Tatorte oder Opfer umfassen; die Anzahl der Einträge ist daher weder eine Opferzahl noch eine vollständige Kriminalstatistik.

Abgrenzung dieser Chronologie

Aufgenommen sind besonders schwere, öffentlich dokumentierte Angriffe, Brand- und Sprengstoffanschläge, versuchte Tötungen, vollendete Tötungen, Terror sowie konkret vorbereitete und vereitelte rechtsterroristische Vorhaben auf deutschem Gebiet.

Nicht erfasst sind sämtliche Körperverletzungen, Bedrohungen, Sachbeschädigungen und Propagandadelikte. Auch deshalb darf die Liste nicht als lückenloses Register jeder rechten Gewalttat verstanden werden.

Leseschlüssel

Kennzeichnung

Bedeutung

Hauptchronologie

Tat und rechter Hintergrund sind historisch, behördlich oder gerichtlich hinreichend belegt.

Vereitelt

Ein konkret vorbereitetes schweres Vorhaben wurde vor der Ausführung gestoppt.

Umstritten / laufend

Tatmotiv, Täterschaft oder rechtliche Einordnung sind nicht abschließend festgestellt.

Aktueller Kontext

Für 2025 weist das Bundesamt für Verfassungsschutz 36.951 rechtsextremistische Straftaten aus, darunter 1.395 Gewalttaten. Diese Jahreswerte sind nicht mit historischen Opferzahlen oder den Fallkomplexen dieser Chronologie gleichzusetzen.

Quellen: [Q04] · [Q05]

Chronologie der dokumentierten Fälle des rechten Terrors in Deutschland

1960er Jahre

1968

11. April 1968  ·  West-Berlin
Schussattentat auf Rudi Dutschke

HISTORISCH DOKUMENTIERT

Der Rechtsextremist Josef Bachmann schoss auf den Studentenführer Rudi Dutschke und verletzte ihn lebensgefährlich. Dutschke überlebte zunächst, starb jedoch 1979 an den Spätfolgen der Schussverletzungen.

Quellen: [Q02]

1970er Jahre

1975

10.–13. August 1975  ·  Erfurt, DDR
Pogromartige Angriffe und Terror auf algerische Vertragsarbeiter

HISTORISCH DOKUMENTIERT

Bis zu mehrere hundert Menschen jagten algerische Arbeitsmigranten durch die Innenstadt, griffen sie mit Stangen und Latten an und versuchten, in ihre Unterkunft einzudringen. Die DDR-Behörden behandelten die rassistischen Ausschreitungen öffentlich als unpolitisches „Rowdytum“.

Quellen: [Q52] · [Q02]

1979

12. August 1979  ·  Merseburg, DDR
Terroranschlag führt zum Tod von Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret

HISTORISCH DOKUMENTIERT

Die kubanischen Vertragsarbeiter Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret starben nach einem rassistisch aufgeladenen Terror Anschlags und Verfolgung durch einen deutschen Mob. Die Todesumstände wurden in der DDR nicht angemessen aufgeklärt und entpolitisiert.

Quellen: [Q53] · [Q02]

1980er Jahre

1980

Frühjahr bis August 1980  ·  mehrere Orte; Hamburg-Billbrook
Terror Anschlagsserie der Deutschen Aktionsgruppen

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Die von Manfred Roeder geführten Deutschen Aktionsgruppen verübten Bomben- und Brandanschläge auf eine Auschwitz-Ausstellung, Schulen und Unterkünfte für Geflüchtete. Beim Brandanschlag in Hamburg-Billbrook starben Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân; weitere Geflüchtete wurden bei anderen Taten verletzt.

Quellen: [Q03] · [Q02]

26. September 1980  ·  München
Oktoberfestattentat

RECHTSTERRORISMUS

Am Haupteingang des Oktoberfests detonierte eine selbstgebaute Bombe. Zwölf Besucherinnen und Besucher sowie der rechtsextreme Attentäter Gundolf Köhler starben; 221 Menschen wurden verletzt, viele davon schwer. Es war der schwerste rechtsterroristische Anschlag in der Geschichte der Bundesrepublik.

Quellen: [Q08]

19. Dezember 1980  ·  Erlangen
Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke

ANTISEMITISCHER DOPPELMORD

Der Neonazi Uwe Behrendt aus dem Umfeld der Wehrsportgruppe Hoffmann erschoss den jüdischen Verleger und früheren Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, Shlomo Lewin, und dessen Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrem Haus. Der Täter entzog sich einem Prozess; der politische Hintergrund gilt als eindeutig, Teile des Unterstützungsumfelds blieben umstritten.

Quellen: [Q09] · [Q03]

1982

24. Juni 1982  ·  Nürnberg
Rassistische Morde und Terror in der Diskothek „Twenty Five“

RECHTSEXTREMER MEHRFACHMORD

Der Rechtsextremist Helmut Oxner erschoss William Schenck, Rufus Surles und Mohamed Ehap und verletzte weitere Menschen. Anschließend tötete er sich selbst; rassistische und nationalsozialistische Äußerungen belegten das Tatmotiv.

Quellen: [Q02]

Herbst 1982  ·  Frankfurt, Butzbach, Darmstadt und Gießen
Terroristischer Bombenanschläge der Hepp-Kexel-Gruppe

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Die neonazistische Hepp-Kexel-Gruppe verübte Sprengstoffanschläge auf Angehörige der US-Streitkräfte. Mehrere Soldaten wurden teils schwer verletzt; die Gruppe wollte mit wahllosem Terror den Abzug der vermeintlichen „Besatzer“ erzwingen.

Quellen: [Q03]

1987

17. Oktober 1987  ·  Ost-Berlin
Terroristischer Überfall auf die Zionskirche

RECHTSEXTREMER MASSENANGRIFF

Neonazistische Skinheads überfielen nach einem Konzert Besucherinnen und Besucher der Zionskirche und schlugen auf sie ein. Viele Menschen wurden verletzt; der Angriff machte die gewachsene rechtsextreme Skinhead-Szene in der DDR sichtbar.

Quellen: [Q02]

1988

17. Dezember 1988  ·  Schwandorf
Rechtsterroristischer Brandanschlag auf das Habermeier-Haus

RECHTSEXTREMER BRANDANSCHLAG

Ein Neonazi legte Feuer in einem Wohnhaus. Fatma Can, Osman Can, Mehmet Can und Jürgen Hübener starben; mehrere weitere Bewohnerinnen und Bewohner wurden verletzt.

Quellen: [Q10]

1990er Jahre

1990

7. Januar / 6. März 1990  ·  West-Berlin
Tödlicher Terrorangriff auf Mahmud Azhar

AUSSERHALB DER ZÄHLUNG AB 3.10.1990

Der pakistanische Doktorand Mahmud Azhar wurde auf dem Gelände der Freien Universität rassistisch beleidigt und schwer angegriffen. Er wurde opfer des Terrorangriffes und starb am 6. März 1990 an den Folgen; der Fall liegt zeitlich vor der deutschen Wiedervereinigung und wird in einigen Opferlisten deshalb gesondert geführt.

Quellen: [Q01]

7. Oktober 1990  ·  Lübbenau
Rassistisch und rechtsextremer  Mord an Andrzej Frątczak

STAATLICH ANERKANNT

Der polnische Arbeiter Andrzej Frątczak wurde vor einer Diskothek von Rechtsextremen angegriffen und tödlich verletzt. Die Tat gehört zu den ersten staatlich anerkannten Tötungsdelikten rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung.

Quellen: [Q01]

24. November / 6. Dezember 1990  ·  Eberswalde
Rassistisch und rechtsextrem Mord an Amadeu Antonio

STAATLICH ANERKANNT

Eine Gruppe von Neonazis griff Amadeu Antonio und weitere ausländische Vertragsarbeiter an. Antonio wurde so schwer misshandelt, dass er am 6. Dezember starb; anwesende Polizisten griffen während der Eskalation nicht wirksam ein.

Quellen: [Q01]

28. Dezember 1990  ·  Hachenburg
Rassistisch und rechtsextreme Messerattacke an Nihad Yusufoğlu

RECHTE GEWALT

Der 17-jährige Kurde Nihad Yusufoğlu wurde nach rassistischen Beschimpfungen von einem gleichaltrigen Täter mit einem Messer getötet. Zivilgesellschaftliche Opferlisten führen ihn als Todesopfer rechter Gewalt.

Quellen: [Q01]

1991

1. Januar 1991  ·  Rosdorf
Mord an Alexander Selchow - Rassistisch und rechtsextreme Messerattacke

RECHTE GEWALT

Alexander Selchow wurde in der Silvesternacht von zwei Neonazis erstochen. Die Tat wird in unabhängigen Chroniken als rechts motiviertes Tötungsdelikt geführt.

Quellen: [Q01]

1.–6. Januar 1991  ·  Flensburg
Tödlicher rassistisch und rechtsextremer Angriff auf Lothar Fischer

RECHTE GEWALT

Lothar Fischer wurde in der Silvesternacht von einem Rechtsextremen angegriffen und starb wenige Tage später an seinen Verletzungen. Der Fall ist Teil der zivilgesellschaftlichen Opferzählung.

Quellen: [Q01]

6. April 1991  ·  Dresden
Tod von Jorge João Gomondai

STAATLICH ANERKANNT

Der Mosambikaner Jorge João Gomondai wurde in einer Straßenbahn rassistisch bedrängt und angegriffen. Er stürzte aus der fahrenden Bahn und starb; er gilt als erstes bekanntes Todesopfer rassistischer Gewalt im wiedervereinigten Sachsen.

Quellen: [Q01]

16. Juni 1991  ·  Friedrichshafen
Tötung von Agostinho Comboio

STAATLICH ANERKANNT

Agostinho Comboio aus Angola wurde bei einem rassistischen Angriff tödlich verletzt. Der Fall wird von staatlichen Stellen als rechts motiviertes Tötungsdelikt anerkannt.

Quellen: [Q01]

17.–23. September 1991  ·  Hoyerswerda
Terroristische und Pogromartige Ausschreitungen

RASSISTISCHER MASSENANGRIFF

Rechtsextreme und Anwohner griffen ein Wohnheim ehemaliger Vertragsarbeiter sowie eine Unterkunft für Asylsuchende tagelang mit Steinen und Brandsätzen an. Unter dem Beifall von Zuschauenden wurden die Bewohner schließlich aus der Stadt evakuiert.

Quellen: [Q11] · [Q02]

18./19. September 1991  ·  Saarlouis-Fraulautern
Rassistisch und rechtsextremer terroristischer Brandanschlag und Tod von Samuel Kofi Yeboah

STAATLICH ANERKANNT · VERURTEILT

In einem Wohnheim für Asylsuchende wurde Feuer gelegt. Samuel Kofi Yeboah starb, weitere Bewohner wurden verletzt oder in Lebensgefahr gebracht; Jahrzehnte später wurde ein Rechtsextremist wegen der Tat verurteilt.

Quellen: [Q15] · [Q01]

3. Oktober 1991  ·  Hünxe
Terroristischer Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft

RECHTSEXTREMER BRANDANSCHLAG

Drei junge Rechtsextreme warfen Brandsätze in ein bewohntes Haus. Zwei libanesische Mädchen wurden schwer verletzt; eines trug dauerhafte Brandnarben davon.

Quellen: [Q63]

13. November 1991  ·  Berlin
Rassistischer und rechtsextremer Mord von Mete Ekşi

RASSISTISCHER ANGRIFF

Der 19-jährige Mete Ekşi erlitt bei einem rassistisch geprägten Angriff schwere Kopfverletzungen und starb. Der Fall wird in unabhängigen Chroniken rechter Gewalt geführt.

Quellen: [Q01]

1992

31. Januar 1992  ·  Lampertheim
Terroristischer Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft

ZIVILGESELLSCHAFTLICH EINGEORDNET

Bei einem vorsätzlich gelegten Feuer starben Mohideen Mohamed Mulatta, Mohideen Nelofa Zeenai und ihr dreizehn Monate altes Kind Mohad. Der Fall wird von der Amadeu Antonio Stiftung als rechte Gewalt dokumentiert, ist aber nicht in gleicher Weise staatlich anerkannt wie andere Fälle.

Quellen: [Q55] · [Q01]

24. April 1992  ·  Berlin-Marzahn
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke auf Nguyễn Văn Tú

STAATLICH ANERKANNT

Der vietnamesische Vertragsarbeiter Nguyễn Văn Tú wurde vor zahlreichen Passanten nach einer rassistischen Auseinandersetzung erstochen. Sein Tod gilt als staatlich anerkanntes Opfer rechter Gewalt.

Quellen: [Q01]

9.–11. Mai 1992  ·  Magdeburg
Tödlicher Terrorüberfall auf eine Geburtstagsfeier

STAATLICH ANERKANNT

Rund 60 Rechtsextreme griffen eine Feier mit Baseballschlägern, Stahlrohren und Leuchtmunition an. Acht Menschen wurden schwer verletzt; der Punk Torsten Lamprecht starb zwei Tage später.

Quellen: [Q19] · [Q01]

1. Juli 1992  ·  Neuruppin
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke auf Emil Wendland

STAATLICH ANERKANNT

Drei Skinheads verabredeten sich zum Angriff auf einen wohnungslosen Menschen. Sie misshandelten und erstachen Emil Wendland; das Gericht stellte eine sozialdarwinistische Abwertung des Opfers fest.

Quellen: [Q19] · [Q01]

22.–26. August 1992  ·  Rostock-Lichtenhagen
Pogrom am Sonnenblumenhaus

RASSISTISCHER MASSENANGRIFF

Über mehrere Tage griffen Rechtsextreme, unterstützt von Teilen der Zuschauermenge, die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber und ein Wohnheim vietnamesischer Vertragsarbeiter an. Brandsätze setzten das Gebäude in Brand, während Menschen darin eingeschlossen waren; nur mit Glück gab es keine Todesopfer.

Quellen: [Q12] · [Q02]

29. August / 5. September 1992  ·  Berlin-Charlottenburg
Tödlicher Angriff auf Günter Schwannecke

STAATLICH ANERKANNT

Ein Neonazi griff zwei Männer vietnamesischer Herkunft mit einem Baseballschläger an. Günter Schwannecke stellte sich schützend vor sie, wurde schwer getroffen und starb eine Woche später.

Quellen: [Q01]

21. November 1992  ·  Berlin-Friedrichshain
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke an Silvio Meier

STAATLICH ANERKANNT

Der Hausbesetzer Silvio Meier wurde am U-Bahnhof Samariterstraße nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis erstochen. Zwei seiner Begleiter wurden verletzt.

Quellen: [Q01]

23. November 1992  ·  Mölln
Rassistischer Terroranschlag durch Brandstiftung

RECHTSEXTREMER BRANDANSCHLAG

Zwei Neonazis setzten zwei von türkischstämmigen Familien bewohnte Häuser in Brand. Bahide Arslan, Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz starben; neun weitere Menschen wurden verletzt.

Quellen: [Q13]

1993

29. Mai 1993  ·  Solingen
Rassistischer Terroranschlag durch Brandstiftung

RECHTSEXTREMER BRANDANSCHLAG

Vier junge Rechtsextreme zündeten das Haus der Familie Genç an. Gürsün İnce, Hatice Genç, Gülüstan Öztürk, Hülya Genç und Saime Genç starben; zahlreiche Angehörige wurden verletzt.

Quellen: [Q14]

1994

25. März 1994  ·  Lübeck
Erster rassistischer Terroranschlag durch Brandstiftung auf die Synagoge

ANTISEMITISCHER ANSCHLAG

Vier Rechtsextreme warfen einen Brandsatz auf die Lübecker Synagoge. Bewohner konnten das Feuer löschen; es war der erste Brandanschlag auf eine Synagoge in Deutschland nach 1945.

Quellen: [Q03] · [Q61]

12. Mai 1994  ·  Magdeburg
„Himmelfahrtskrawalle“

RASSISTISCHE HETZJAGDEN

Rechtsextreme Jugendliche und weitere Angreifer jagten Schwarze Menschen stundenlang durch die Innenstadt und verletzten zahlreiche Betroffene. Das zögerliche und teils gegen die Angegriffenen gerichtete Vorgehen der Polizei wurde später scharf kritisiert.

Quellen: [Q02]

1995

7. Mai 1995  ·  Lübeck
Zweiter rassistischer Terroranschlag durch Brandstiftung​​​​​ auf die Synagoge

ANTISEMITISCHER ANSCHLAG

Unbekannte legten erneut Feuer an der Lübecker Synagoge. Menschen kamen nicht zu Schaden; die Tat blieb ungeklärt, wird aber als antisemitischer Anschlag eingeordnet.

Quellen: [Q03] · [Q61]

1997

8. Februar 1997  ·  Magdeburg
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke auf Frank Böttcher

STAATLICH ANERKANNT

Der 17-jährige Punk Frank Böttcher wurde von einem Neonazi verfolgt, geschlagen und mit mehreren Messerstichen getötet. Der Täter wurde wegen Totschlags verurteilt.

Quellen: [Q56]

1999

13. Februar 1999  ·  Guben
Tödliche Hetzjagd von Nazis auf Farid Guendoul

RECHTE GEWALT · VERURTEILT

Eine Gruppe Rechtsextremer jagte Farid Guendoul und seine Begleiter durch die Stadt. Auf der Flucht trat Guendoul eine Glastür ein, verletzte sich tödlich und verblutete; mehrere Angreifer wurden verurteilt.

Quellen: [Q19] · [Q01]

23. Juni 1999  ·  Nürnberg
NSU-Sprengsatz in einer Gaststätte

NSU · VERSUCHTER MORD

In einer türkisch geführten Gaststätte explodierte eine als Taschenlampe getarnte Bombe. Der Betreiber wurde verletzt; die Tat wird der Anschlagsserie des Nationalsozialistischen Untergrunds zugerechnet.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2000er Jahre

2000

11.–14. Juni 2000  ·  Dessau
Ermordung von Alberto Adriano durch Neonazis

RECHTSEXTREMER MORD

Drei Neonazis schlugen und traten Alberto Adriano in einem Park so brutal, dass er drei Tage später starb. Die Täter hatten zuvor rechtsextreme Musik gehört und handelten aus rassistischen Motiven.

Quellen: [Q19] · [Q01]

9.–11. September 2000  ·  Nürnberg
NSU-Terroranschlag auf Enver Şimşek

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Der Blumenhändler Enver Şimşek wurde an seinem Verkaufsstand niedergeschossen und starb zwei Tage später. Er war das erste Mordopfer der bekannten NSU-Serie.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2001

19. Januar 2001  ·  Köln, Probsteigasse
NSU-terroristischer Bombenanschlag

NSU · VERSUCHTER MORD

Eine in einer Dose versteckte Bombe explodierte in einem Lebensmittelgeschäft. Die Tochter des Inhabers wurde schwer verletzt; erst nach der Selbstenttarnung des NSU wurde die Tat der Terrorgruppe zugeordnet.

Quellen: [Q16] · [Q18]

13. Juni 2001  ·  Nürnberg
NSU-Terroranschlag auf Abdurrahim Özüdoğru

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Abdurrahim Özüdoğru wurde in seiner Änderungsschneiderei erschossen. Die Ermittlungen richteten sich lange gegen das Umfeld des Opfers statt gegen rechtsterroristische Täter.

Quellen: [Q16] · [Q18]

27. Juni 2001  ·  Hamburg
NSU-Terroranschlag auf Süleyman Taşköprü

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Süleyman Taşköprü wurde im Laden seiner Familie erschossen. Auch hier wurden Angehörige und Umfeld über Jahre verdächtigt, während der rechte Hintergrund unerkannt blieb.

Quellen: [Q16] · [Q18]

29. August 2001  ·  München
NSU-Terroranschlag auf Habil Kılıç

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Habil Kılıç wurde im Lebensmittelgeschäft seiner Familie erschossen. Die Tat war Teil der rassistischen Mordserie des NSU.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2002

Juli 2002  ·  Potzlow
Mord an Marinus Schöberl

RECHTE GEWALT · VERURTEILT

Drei rechtsextrem geprägte Jugendliche quälten und töteten den 16-jährigen Marinus Schöberl. Sie erniedrigten ihn als vermeintlich „minderwertig“ und ahmten bei der Tat eine aus dem Nationalsozialismus bekannte Hinrichtungsform nach.

Quellen: [Q01] · [Q19]

2003

September 2003  ·  München
Vereitelter rechter Terroranschlag auf das jüdische Gemeindezentrum

VEREITELT · VERURTEILT

Die neonazistische „Kameradschaft Süd“ um Martin Wiese plante einen Sprengstoffanschlag auf die Grundsteinlegung des neuen jüdischen Gemeindezentrums. Polizei und Staatsanwaltschaft vereitelten die Tat; Wiese und weitere Beteiligte wurden verurteilt.

Quellen: [Q22] · [Q03]

2004

25. Februar 2004  ·  Rostock
NSU-Terroranschlag auf Mehmet Turgut

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Mehmet Turgut wurde in einem Imbiss mit drei Kopfschüssen getötet. Die Ermittlungen verkannten über Jahre den rassistischen und rechtsterroristischen Hintergrund.

Quellen: [Q16] · [Q18]

9. Juni 2004  ·  Köln, Keupstraße
NSU-Nagelbombenanschlag

NSU · VERSUCHTER MASSENMORD

Der NSU zündete in der belebten Keupstraße eine mit Nägeln präparierte Bombe. 22 Menschen wurden verletzt, mehrere davon schwer; Geschäfte und Wohnungen wurden verwüstet.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2005

28. März 2005  ·  Dortmund
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke auf Thomas Schulz

RECHTSEXTREMER MORD

Der Punk Thomas Schulz wurde in der Dortmunder U-Bahn-Station Kampstraße von einem Neonazi erstochen. In der rechten Szene wurde der Täter anschließend verherrlicht.

Quellen: [Q01] · [Q61]

9. Juni 2005  ·  Nürnberg
NSU-Terroranschlag auf İsmail Yaşar

NSU · RECHTSTERRORISMUS

İsmail Yaşar wurde in seinem Imbiss erschossen. Wie bei den anderen NSU-Morden gerieten zunächst Familie und Bekannte statt rechtsextremer Strukturen ins Visier.

Quellen: [Q16] · [Q18]

15. Juni 2005  ·  München
NSU-Terroranschlag auf Theodoros Boulgarides

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Theodoros Boulgarides wurde in seinem Schlüsseldienst erschossen. Er war das siebte Mordopfer der bekannten NSU-Serie.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2006

4. April 2006  ·  Dortmund
NSU-Terroranschlag auf Mehmet Kubaşık

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Mehmet Kubaşık wurde in seinem Kiosk erschossen. Seine Familie wurde durch falsche Verdächtigungen der Ermittler zusätzlich belastet.

Quellen: [Q16] · [Q18]

6. April 2006  ·  Kassel
NSU-Terroranschlag auf Halit Yozgat

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Halit Yozgat wurde in seinem Internetcafé erschossen. Zur Tatzeit war ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes anwesend; der Fall wurde zu einem zentralen Komplex der NSU-Aufarbeitung.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2007

25. April 2007  ·  Heilbronn
NSU-Mord an Michèle Kiesewetter

NSU · RECHTSTERRORISMUS

Die Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter wurde in ihrem Streifenwagen erschossen, ihr Kollege Martin Arnold lebensgefährlich verletzt. Die Dienstwaffen wurden geraubt und später beim NSU gefunden.

Quellen: [Q16] · [Q18]

2009

1. Juli 2009  ·  Dresden
Tödliche rassistische und rechtsextreme Messerattacke auf die schwangere Marwa El-Sherbini

STAATLICH ANERKANNT

Während einer Gerichtsverhandlung griff der Angeklagte Marwa El-Sherbini aus islamfeindlichen und rassistischen Motiven mit einem Messer an und tötete sie. Ihr Ehemann wurde bei dem Versuch, sie zu schützen, lebensgefährlich verletzt.

Quellen: [Q20] · [Q21]

2010er Jahre

2010

24./25. Oktober 2010  ·  Leipzig
Mord an Kamal Kilade

RECHTSEXTREMER MORD · VERURTEILT

Zwei Männer aus der Neonazi-Szene griffen den 19-jährigen Kamal Kilade an; einer stach ihn tödlich nieder. Das Landgericht wertete die Tat als ausländerfeindlich motivierten Mord und verhängte eine langjährige Haftstrafe.

Quellen: [Q57]

2015

Frühjahr 2015  ·  Bayern/Sachsen
Vereitelte Terroranschlagspläne der Oldschool Society

VEREITELT · VERURTEILT

Mitglieder der rechtsterroristischen Oldschool Society beschafften pyrotechnische Sprengmittel und planten einen Anschlag auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft in Borna. Die Gruppe wurde vor der Ausführung zerschlagen; führende Mitglieder erhielten mehrjährige Haftstrafen.

Quellen: [Q24] · [Q03]

4. April 2015  ·  Tröglitz
Terroristischer Brandanschlag auf geplante Flüchtlingsunterkunft

RASSISTISCHER BRANDANSCHLAG

Unbekannte setzten ein Wohnhaus in Brand, das wenige Wochen später Geflüchtete aufnehmen sollte. Menschen waren noch nicht eingezogen; der Anschlag wurde zum Symbol der damaligen Welle von Angriffen auf Unterkünfte.

Quellen: [Q03] · [Q61]

2015–2016  ·  Freital und Dresden
Terroristische Anschlagsserie der Gruppe Freital

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Die Gruppe verübte Sprengstoffanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, ein linkes Wohnprojekt und politische Gegner. Menschen wurden verletzt und weitere Tötungen zumindest in Kauf genommen; acht Mitglieder wurden unter anderem wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung und versuchten Mordes verurteilt.

Quellen: [Q23] · [Q03]

24./25. August 2015  ·  Nauen
Terroristischer Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft

RECHTSEXTREMER BRANDANSCHLAG · VERURTEILT

Eine Sporthalle, die als Notunterkunft dienen sollte, wurde vollständig zerstört. Ein lokaler NPD-Politiker und weitere Beteiligte wurden wegen der Tat beziehungsweise weiterer Angriffe verurteilt.

Quellen: [Q26]

27./28. August 2015  ·  Salzhemmendorf
Terroranschlag mit Molotowcocktail auf bewohnte Flüchtlingsunterkunft

VERSUCHTER MORD · VERURTEILT

Drei Täter warfen einen Brandsatz durch ein Fenster in ein Zimmer, in dem eine Mutter mit ihren Kindern schlief. Der Brandsatz entzündete sich nicht vollständig; das Gericht verurteilte die Beteiligten unter anderem wegen versuchten Mordes.

Quellen: [Q25]

17. Oktober 2015  ·  Köln
Mordanschlag auf Henriette Reker

RECHTSTERRORISTISCHER EINZELTÄTER · VERURTEILT

Ein Rechtsextremist stach der Oberbürgermeisterkandidatin Henriette Reker kurz vor der Wahl ein Messer in den Hals und verletzte sie lebensgefährlich. Der Täter wollte ihre Flüchtlingspolitik bestrafen und wurde wegen versuchten Mordes verurteilt.

Quellen: [Q58] · [Q61]

2016

22. Juli 2016  ·  München, Olympia-Einkaufszentrum
Rassistischer und rechtsextremer Anschlag

PMK-RECHTS EINGESTUFT

Ein 18-Jähriger erschoss neun Menschen, die er aus rassistischen Motiven auswählte, und verletzte fünf weitere durch Schüsse. Anschließend tötete er sich selbst; die Behörden stuften die Tat 2019 als politisch motivierte Kriminalität rechts ein.

Quellen: [Q27]

26. September 2016  ·  Dresden
Bombenanschläge auf Moschee und Kongresszentrum

VERSUCHTER MORD · VERURTEILT

Ein rechtsextrem radikalisierter Täter zündete selbstgebaute Sprengsätze vor der Fatih-Moschee und am Internationalen Congress Center. Der Imam, seine Frau und zwei Kinder waren im Gebäude; nur durch Zufall wurde niemand verletzt. Das Gericht verurteilte den Täter unter anderem wegen versuchten Mordes.

Quellen: [Q60]

2017

27. November 2017  ·  Altena
Rassistischer und rechtsextremer Messerangriff auf Bürgermeister Andreas Hollstein

FREMDENFEINDLICHER ANGRIFF · VERURTEILT

Ein Mann griff den für Flüchtlingsaufnahme bekannten Bürgermeister Andreas Hollstein in einem Imbiss mit einem Messer an und verletzte ihn am Hals. Die Staatsanwaltschaft sah ein fremdenfeindliches Motiv; verurteilt wurde der Täter wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung.

Quellen: [Q59]

2018

14. September 2018  ·  Chemnitz
Angriff und Terrorpläne der „Revolution Chemnitz“

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Mitglieder der Gruppe griffen als „Probelauf“ Menschen an, die sie für Migranten hielten, und planten weitere bewaffnete Taten bis hin zur Inkaufnahme von Tötungen. Acht Mitglieder wurden wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und weiterer Delikte zu Haftstrafen verurteilt.

Quellen: [Q61]

2019

2. Juni 2019  ·  Wolfhagen-Istha
Rassistischer und rechtsextremer Mord an Walter Lübcke

RECHTSEXTREMER MORD · VERURTEILT

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde auf der Terrasse seines Hauses aus nächster Nähe erschossen. Der rechtsextreme Täter handelte aus Hass auf Lübckes Haltung zur Aufnahme Geflüchteter und wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Quellen: [Q28]

9. Oktober 2019  ·  Halle (Saale)
Antisemitischer Terroranschlag an Jom Kippur

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Der Attentäter versuchte, während des höchsten jüdischen Feiertags in die Synagoge einzudringen und dort einen Massenmord zu begehen. Als die Tür standhielt, erschoss er Jana Lange auf der Straße und Kevin Schwarze in einem Imbiss; zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Quellen: [Q29]

2020er Jahre

2020

19. Februar 2020  ·  Hanau
Rassistischer Terroranschlag

RECHTSTERRORISMUS

Der Täter erschoss in und vor mehreren Lokalen neun Menschen aus rassistischen Motiven und verletzte sechs weitere. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst. Ibrahim Akkuş starb am 10. Januar 2026 an den Spätfolgen; zivilgesellschaftliche Stellen führen ihn als zehntes Todesopfer des Anschlags.

Quellen: [Q30] · [Q31] · [Q32]

Februar 2020 vereitelt  ·  mehrere Bundesländer
Terroranschlagspläne der Gruppe S.

VEREITELT · VERURTEILT

Die rechtsterroristische Gruppe plante Angriffe auf Moscheen, Politiker und weitere Feindbilder, um bürgerkriegsähnliche Zustände auszulösen. Die Polizei griff vor einer Umsetzung ein; mehrere Beteiligte wurden 2023 verurteilt, die wesentlichen Urteile später rechtskräftig.

Quellen: [Q33]

4. Oktober 2020  ·  Hamburg
Angriff vor der Synagoge Hohe Weide

ANTISEMITISCHER MORDVERSUCH

Ein Mann schlug einem jüdischen Studenten vor der Synagoge mit einem Klappspaten auf den Kopf und verletzte ihn schwer. Das Gericht ordnete wegen Schuldunfähigkeit die dauerhafte Unterbringung des Täters in einem psychiatrischen Krankenhaus an; der BGH bestätigte die Entscheidung.

Quellen: [Q34]

2021

4. Dezember 2021  ·  Königs Wusterhausen-Senzig
Vier antisemitisch eingeordnete Tötungen im Familienkontext

PMK-RECHTS EINGESTUFT

Ein von antisemitischen und verschwörungsideologischen Erzählungen geprägter Mann tötete seine Ehefrau und drei Töchter und anschließend sich selbst. Brandenburgs Behörden ordneten die vier Tötungen als antisemitisch motivierte politisch motivierte Kriminalität rechts ein; der ungewöhnliche Familienkontext wird in der Forschung gesondert diskutiert.

Quellen: [Q35]

2022

2022 vereitelt; Urteile 2025  ·  mehrere Bundesländer
Umsturz- und Entführungspläne der „Vereinten Patrioten“

VEREITELT · VERURTEILT

Die Gruppe plante großflächige Stromausfälle, einen gewaltsamen Umsturz und die Entführung des Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach. Ermittler vereitelten die Pläne; mehrere Angeklagte erhielten langjährige Haftstrafen.

Quellen: [Q36]

2024

2024–2025; Urteil 5. August 2026  ·  Brandenburg, Thüringen und weitere Orte
Terroranschlagsserie der „Letzten Verteidigungswelle“

RECHTSTERRORISMUS · VERURTEILT

Die überwiegend sehr jungen Mitglieder griffen unter anderem Unterkünfte für Geflüchtete und politische Gegner mit Brand- und Sprengmitteln an. Das Hanseatische Oberlandesgericht verurteilte sieben Mitglieder und einen Unterstützer unter anderem wegen Mitgliedschaft beziehungsweise Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, versuchten Mordes, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung zu Strafen zwischen anderthalb und fünf Jahren.

Quellen: [Q39] · [Q40]

2025

27./28. September 2025  ·  Ilmenau-Gehren
Terrorangriff auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft

FREMDENFEINDLICHE TAT · VERURTEILT

Nach dem Einschlagen eines Fensters wurde eine Feuerwerksbatterie in das Zimmer einer dreiköpfigen geflüchteten Familie geworfen. Eine Frau verletzte sich bei der Flucht; das Gericht stellte eine gezielt fremdenfeindliche Tat fest und verurteilte sechs Beteiligte, den Haupttäter zu drei Jahren und zehn Monaten Haft. Vom Vorwurf des versuchten Mordes rückte das Gericht mangels nachweisbaren Tötungsvorsatzes ab.

Quellen: [Q41]

Ungeklärte, umstrittene und laufende Fälle

Diese Fälle werden nicht in die Hauptchronologie eingerechnet. Ihre Aufnahme dokumentiert eine relevante Verdachtslage oder einen rechten Kontext, ohne eine noch offene gerichtliche oder behördliche Feststellung vorwegzunehmen.

1970

13. Februar 1970  ·  München
Rechter terroristischer Brandanschlag auf das jüdische Altenheim

UNGEKLÄRT

Sieben jüdische Bewohner, darunter Überlebende der NS-Verfolgung, starben. Die Täterschaft und das Motiv sind bis heute nicht abschließend geklärt; 2025/2026 wurden neue Ermittlungsansätze öffentlich. Der Fall wird deshalb hier nicht als gesicherter rechtsextremer Anschlag gezählt.

Quellen: [Q64]

1984

26./27. August 1984  ·  Duisburg-Wanheimerort
Rechter terroristischer Brandanschlag mit sieben Toten

MOTIV UMSTRITTEN

Sieben Mitglieder der Familien Satır und Turhan starben, 23 Menschen wurden verletzt. Eine später als Pyromanin eingestufte Frau gestand die Tat; ein rassistisches Motiv wurde gerichtlich nicht festgestellt, wird aber wegen Zielauswahl, damaliger Ermittlungen und weiterer Indizien von Initiativen weiterhin geprüft.

Quellen: [Q65]

1996

18. Januar 1996  ·  Lübeck, Hafenstraße
Rechter terroristischer Brandanschlag in einer Unterkunft für Geflüchtete

UNGEKLÄRT

Zehn Menschen starben und 38 wurden verletzt. Verdächtigungen richteten sich sowohl gegen vier Männer aus der rechten Szene als auch gegen einen Bewohner; niemand wurde verurteilt. Wegen der ungeklärten Täterschaft steht der Fall außerhalb der gesicherten Chronologie.

Quellen: [Q66]

1998

19. Dezember 1998 / 16. März 2002  ·  Berlin
Rechte terroristische Sprengstoffanschläge auf jüdische Erinnerungsorte

UNGEKLÄRT

Sprengsätze beschädigten zunächst das Grab von Heinz Galinski und später den jüdischen Friedhof Heerstraße. Ein rechtsterroristischer beziehungsweise antisemitischer Hintergrund liegt nahe, die Täter wurden jedoch nicht ermittelt.

Quellen: [Q03]

2000

14. Juni 2000  ·  Dortmund/Waltrop
Drei von Michael Berger erschossene Polizeibeamte

RECHTER KONTEXT · MOTIV NICHT ANERKANNT

Der Rechtsextremist Michael Berger erschoss Thomas Goretzky, Yvonne Hachtkemper und Matthias Larisch von Woitowitz und tötete anschließend sich selbst. Obwohl Waffen und rechtsextreme Materialien gefunden wurden und die Szene die Tat verherrlichte, wurde sie offiziell nicht als politisch motivierte Kriminalität eingestuft.

Quellen: [Q19] · [Q68]

27. Juli 2000  ·  Düsseldorf-Wehrhahn
Rohrbombenanschlag auf Sprachschüler

UNGEKLÄRT

Eine Bombe verletzte zehn überwiegend jüdische Zuwanderer aus Osteuropa; eine schwangere Frau verlor ihr ungeborenes Kind. Ein rechtsextremer Verdächtiger wurde 2018 freigesprochen, die Tat ist bis heute nicht aufgeklärt.

Quellen: [Q07]

2012

5. April 2012  ·  Berlin-Neukölln
Mord an Burak Bektaş

VERDACHTSFALL

Ein unbekannter Täter schoss ohne erkennbaren Anlass auf fünf junge Männer, tötete Burak Bektaş und verletzte zwei Freunde. Der Täter und das Motiv sind ungeklärt; Angehörige und Initiativen halten ein rassistisches Tatmotiv für wahrscheinlich.

Quellen: [Q67]

2018

Silvesternacht 2018/2019  ·  Bottrop und Essen
Anschlagsfahrten auf Menschen mit Migrationsgeschichte

GERICHTLICH NICHT ALS RECHTS EINGESTUFT

Ein Mann fuhr gezielt in Personengruppen und verletzte 14 Menschen. Obwohl er bei der Festnahme rassistische Äußerungen machte und zunächst ein fremdenfeindlicher Anschlag angenommen wurde, sah das Gericht die Taten als Folge einer akuten paranoiden Schizophrenie und nicht als politisch motiviert an.

Quellen: [Q62]

2024

25. März 2024  ·  Solingen
Rechter terroristischer Brandanschlag in einem Wohnhaus

MOTIV UMSTRITTEN

Vier Mitglieder einer bulgarisch-türkischen Familie starben; ein Mann wurde wegen Mordes und versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte kein rassistisches Motiv fest, während Nebenklage und Recherchen Indizien für eine mögliche rassistische Dimension benannten.

Quellen: [Q43] · [Q44]

20. Dezember 2024  ·  Magdeburg
Rasisstischer Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt

MOTIV NICHT ABSCHLIESSEND GEKLÄRT

Ein Autofahrer raste über den Weihnachtsmarkt, tötete sechs Menschen und verletzte rund 300. Der Beschuldigte verbreitete rechtsextreme, islamfeindliche und verschwörungsideologische Inhalte; eine abschließende gerichtliche Motivfeststellung lag zum Redaktionsschluss jedoch nicht vor.

Quellen: [Q46] · [Q47]

2024–2026  ·  Sachsen
Verfahren gegen die „Sächsischen Separatisten“

ANKLAGE · PROZESS LÄUFT

Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet und einen gewaltsamen Systemumsturz mit Tötungen politischer Gegner sowie „ethnischen Säuberungen“ vorbereitet zu haben. Der Prozess begann im Januar 2026; bis zum Redaktionsschluss galt die Unschuldsvermutung.

Quellen: [Q37] · [Q38]

2025

2025  ·  Region Hannover
Tötung von Rahma Ayat

VERDACHT AUF RASSISTISCHE DIMENSION

Rahma Ayat wurde im Kontext einer Partnerschaftstat getötet. Recherchen und Angehörige verweisen zusätzlich auf rassistische Elemente; eine gesicherte rechtsextreme Einordnung lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Quellen: [Q50]

2025  ·  Pleinfeld/Brombachsee
Messerangriff auf einen 15-Jährigen

MÖGLICHER RASSISTISCHER HINTERGRUND

Ein Jugendlicher wurde erstochen. Ermittler und Medien prüften einen rassistischen beziehungsweise fremdenfeindlichen Hintergrund; eine abschließende Einordnung als rechtsextreme Tat lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Quellen: [Q49]

2025  ·  Wetzlar-Blasbach
Tötung einer 17-Jährigen durch einen Neonazi

RECHTER TÄTER · PARTNERSCHAFTSMOTIV

Ein als Neonazi bekannter ehemaliger Partner erschoss eine 17-Jährige. Nach dem öffentlich bekannten Ermittlungsstand stand die Trennung beziehungsweise die Beziehung im Vordergrund; der Fall wird deshalb nicht ohne Weiteres als politisch rechts motivierte Tötung gezählt.

Quellen: [Q48]

2026

11. Januar 2026  ·  Uelzen
Tötung von Ayoub F.

ANKLAGE · PROZESS LÄUFT

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den Algerier Ayoub F. aus ausländerfeindlichen Motiven getötet zu haben. Da das Verfahren zum Redaktionsschluss noch nicht rechtskräftig abgeschlossen war, steht der Fall in der Verdachts- und Verfahrensliste.

Quellen: [Q51]

1./2. Juli 2026  ·  Cottbus
Brandanschläge auf „Zelle 79“ und „Chekov“

ERMITTLUNGEN LAUFEN

Auf ein alternatives Wohnprojekt und einen Kulturort wurden Brandsätze geworfen; Menschen befanden sich im Wohnhaus. Staatsschutz und Mordkommission ermitteln wegen versuchten Mordes, Tatverdächtige werden dem rechtsextremen Spektrum zugerechnet. Eine rechtskräftige gerichtliche Feststellung lag zum Redaktionsschluss nicht vor.

Quellen: [Q42]

Methodischer Hinweis

Die Chronologie folgt einer Ereignislogik: Eine Anschlagsserie oder ein Terrornetzwerk kann als ein Fallkomplex erscheinen, während einzelne NSU-Taten wegen ihrer langen zeitlichen Abfolge separat datiert sind.

Die Begriffe „rechtsextrem“, „rechts motiviert“, „rassistisch“ und „antisemitisch“ werden entsprechend der jeweils zitierten Quelle verwendet. Wo staatliche und zivilgesellschaftliche Einordnungen auseinanderfallen, wird dies im Eintrag benannt.

Diese Übersicht ist eine journalistisch-redaktionelle Arbeitsgrundlage und keine amtliche Statistik oder juristische Begutachtung.



Eine Recherche von 

Im Auftrag des Islam

Quellenverzeichnis

Alle Links wurden zuletzt am 10. August 2026 geprüft. Bei laufend aktualisierten Seiten kann sich der Inhalt nach dem Redaktionsschluss verändern.

[Q01] Todesopfer rechter Gewalt. Amadeu Antonio Stiftung, laufend aktualisiert. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/

[Q02] Rechte Gewalt in Deutschland nach 1945. Bundeszentrale für politische Bildung, 02.12.2022. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/rechte-gewalt-in-den-1990er-jahren-2022/515770/rechte-gewalt-in-deutschland-nach-1945/

[Q03] Zur Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 29.11.2019. https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/301132/zur-geschichte-des-rechtsterrorismus-in-deutschland/

[Q04] Politisch motivierte Kriminalität – Fallzahlen 2025. Bundeskriminalamt, 2026. https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKZahlen/PMKZahlen_node.html

[Q05] Rechtsextremismus: Zahlen und Fakten. Bundesamt für Verfassungsschutz, Stand 2026. https://www.verfassungsschutz.de/DE/themen/rechtsextremismus/zahlen-und-fakten/zahlen-und-fakten_node.html

[Q07] Überprüfung ungeklärter Altfälle politisch motivierter Gewalt. Deutscher Bundestag, Drucksache 18/343. https://dserver.bundestag.de/btd/18/003/1800343.pdf

[Q08] Das Oktoberfestattentat 1980. Bundesarchiv. https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/online-entdecken/themenbeitraege/das-oktoberfestattentat-1980/

[Q09] Erkenntnisse zum Mord an Shlomo Lewin und Frida Poeschke. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/3283. https://dserver.bundestag.de/btd/21/032/2103283.pdf

[Q10] Der rechtsextreme Brandanschlag von Schwandorf. Bayerischer Rundfunk. https://www.br.de/nachricht/rechtsaussen/schwandorf-brandanschlag-100.html

[Q11] Rechtsextreme Ausschreitungen in Hoyerswerda. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/340381/vor-30-jahren-rechtsextreme-ausschreitungen-in-hoyerswerda/

[Q12] Die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/254347/vor-30-jahren-die-rassistisch-motivierten-ausschreitungen-von-rostock-lichtenhagen/

[Q13] Rechtsextremer Brandanschlag in Mölln. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/515451/vor-30-jahren-rechtsextremer-brandanschlag-in-moelln/

[Q14] Brandanschlag in Solingen. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/161980/29-mai-1993-brandanschlag-in-solingen/

[Q15] Urteil zum Brandanschlag von Saarlouis. Tagesschau. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/saarlouis-anschlag-prozess-100.html

[Q16] Der Terror des NSU: Entstehung, Verlauf, Reaktionen. Bundeszentrale für politische Bildung, 2025. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/nsu-komplex/559273/der-terror-des-nsu-entstehung-verlauf-reaktionen/

[Q18] Der NSU-Komplex im Überblick. Deutscher Bundestag, 2024. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2024/kw49-de-nsu-komplex-1032666

[Q19] Wer sind die Opfer rechter Gewalt?. Bundeszentrale für politische Bildung, 16.10.2015. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/213886/wer-sind-die-opfer-und-wie-werden-sie-dazu-gemacht/

[Q20] Marwa El-Sherbini – staatlich anerkanntes Todesopfer. Amadeu Antonio Stiftung. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/marwa-el-sherbiny-staatlich-anerkannt/

[Q21] Erinnerung an Marwa El-Sherbini. Landeshauptstadt Dresden. https://www.dresden.de/de/rathaus/politik/demokratie-respekt/marwa-el-sherbini.php

[Q22] 2003: Geplanter Anschlag auf das jüdische Zentrum München. Haus der Bayerischen Geschichte. https://hdbg.eu/juedisches_leben/quellen-zeitgeschichte/2003-geplanter-anschlag-auf-die-

[Q23] Urteile gegen die Gruppe Freital rechtskräftig. Bundesgerichtshof, 2019. https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2019/2019075.html

[Q24] Urteil gegen die Oldschool Society. Bayerische Justiz, 2017. https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/muenchen/presse/2017/24.php

[Q25] Urteil zum Anschlag von Salzhemmendorf. ZEIT ONLINE, 2016. https://www.zeit.de/politik/2016-03/anschlag-salzhemmendorf-fluechtlingsheim-landgericht-hannover-urteil

[Q26] Haftstrafe wegen Brandstiftung in Nauen. Tagesspiegel. https://www.tagesspiegel.de/berlin/neun-jahre-gefangnis-wegen-brandstiftung-4105465.html

[Q27] 2016: Rechtsextremer Anschlag in München. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/336826/2016-rechtsextremer-anschlag-in-muenchen/

[Q28] Mord an Walter Lübcke und BGH-Entscheidung. Deutschlandfunk. https://www.deutschlandfunk.de/mord-walter-luebcke-bgh-revision-rechtsextremismus-100.html

[Q29] Der Anschlag von Halle. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/316638/der-anschlag-von-halle/

[Q30] 19. Februar 2020: Anschlag in Hanau. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/559464/19-februar-2020-anschlag-in-hanau/

[Q31] Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau. Bundesregierung, 2026. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/staatsminister-weimer-zum-jahrestag-des-rassistischen-anschlags-von-hanau-angriff-auf-unsere-demokratische-und-weltoffene-gesellschaft--2407964

[Q32] Ibrahim Akkuş – Todesopfer rechter Gewalt. Amadeu Antonio Stiftung, 2026. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/ibrahim-akkus/

[Q33] Strafverfahren gegen die Gruppe S.. Oberlandesgericht Stuttgart. https://oberlandesgericht-stuttgart.justiz-bw.de/pb/%2CLde/19265185/?LISTPAGE=19264905

[Q34] Angriff vor der Hamburger Synagoge. Bundesgerichtshof, 2021. https://www.bundesgerichtshof.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/2021131.html

[Q35] Vier Todesopfer antisemitisch motivierter Gewalt in Senzig. Opferperspektive. https://www.opferperspektive.de/materialien/pressemitteilungen_stellungnahmen/vier-todesopfer-antisemitisch-motivierter-gewalt-in-senzig

[Q36] Urteile im Verfahren gegen die Vereinten Patrioten. Tagesschau, 2025. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/haftstrafe-entfuehrung-lauterbach-100.html

[Q37] Anklage gegen mutmaßliche Sächsische Separatisten. Generalbundesanwalt, 10.09.2025. https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/Pressemitteilung-vom-10-09-2025.html

[Q38] Prozess gegen mutmaßliche Sächsische Separatisten. MDR, 2026. https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/dresden/dresden-radebeul/prozess-saechsische-separatisten-gericht-100.html

[Q39] Haftstrafen für die Letzte Verteidigungswelle. NDR, 05.08.2026. https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/bis-zu-fuenf-jahre-haft-fuer-mitglieder-der-letzten-verteidigungswelle%2Cletzteverteidigungswelle-106.html

[Q40] Festnahmen im Komplex Letzte Verteidigungswelle. Generalbundesanwalt, 21.05.2025. https://www.generalbundesanwalt.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025/Pressemitteilung-vom-21-05-2025.html

[Q41] Urteil nach Angriff auf Flüchtlingsunterkunft in Gehren. Tagesschau/MDR, 01.06.2026. https://www.tagesschau.de/inland/regional/thueringen/urteil-prozess-angriff-fluechtlingsheim-100.html

[Q42] Brandanschläge auf Zelle 79 und Chekov in Cottbus. Innenministerium Brandenburg, 02.07.2026. https://mik.brandenburg.de/mik/de/service/presse/pressemitteilungen/detail-pm-und-meldungen/~02-07-2026-redmann-verurteilt-brandanschlaege-in-cottbus

[Q43] Urteil nach tödlichem Brand in Solingen. WDR, 2025. https://www1.wdr.de/nrw/rheinland/brandanschlag-solingen-urteil-lebenslang-100.html

[Q44] Debatte um ein rassistisches Motiv in Solingen. taz, 2025. https://taz.de/Rassistische-Brandstiftung-in-Solingen/%216088376/

[Q46] Chronik des Anschlags auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt. MDR, 2026. https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/magdeburg/magdeburg/chronik-anschlag-weihnachtsmarkt-tote-opfer-taeter-motiv-112.html

[Q47] Der Anschlag von Magdeburg – ein Jahr danach. Amadeu Antonio Stiftung, 2025. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/der-anschlag-von-magdeburg-ein-jahr-danach-156093/

[Q48] Wetzlar: 17-Jährige von Neonazi erschossen. Hessenschau, 2025. https://www.hessenschau.de/panorama/17-jaehrige-in-wetzlar-blasbach-erschossen-neonazi-wollte-trennung-nicht-akzeptieren-v6%2Cmann-tot-wetzlar-100.html

[Q49] Pleinfeld: Jugendlicher erstochen, rassistischer Hintergrund geprüft. Bayerischer Rundfunk, 2025. https://www.br.de/nachrichten/bayern/brombachsee-15-jaehriger-erstochen-rassistischer-hintergrund%2CUovSVL7

[Q50] Femizid bei Hannover: möglicher rassistischer Hintergrund. taz, 2025. https://taz.de/Femizid-bei-Hannover/%216100942/

[Q51] Uelzen: Anklage geht von ausländerfeindlichem Motiv aus. taz, 2026. https://taz.de/Algerier-getoetet/%216192874/

[Q52] Rassistische Ausschreitungen in Erfurt 1975. Bundeszentrale für politische Bildung, 08.08.2025. https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/569624/rassistische-ausschreitungen-in-erfurt-1975/

[Q53] Die tödliche Jagd auf Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret. Archivportal-D. https://www.archivportal-d.de/content/themenportale/rechte-gewalt/case/die-todliche-jagd-auf-delfin-guerra-und-raul-garcia-paret

[Q54] Gedenktafel für Celalettin Kesim. Gedenktafeln in Berlin. https://www.gedenktafeln-in-berlin.de/gedenktafeln/detail/celalettin-kesim/870

[Q55] Mohad – Baby der Familie Mulatta/Zeenai. Amadeu Antonio Stiftung. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/baby-der-familie-mulatta-zeenai/

[Q56] Frank Böttcher – staatlich anerkannt. Amadeu Antonio Stiftung. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/frank-boettcher-staatlich-anerkannt/

[Q57] Neonazi wegen Mordes an Kamal verurteilt. ZEIT/Störungsmelder, 09.07.2011. https://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/07/09/neonazi-wegen-mord-an-kamal-verurteilt_6665

[Q58] Der Anschlag auf Henriette Reker. Bundeszentrale für politische Bildung. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/168197/rechtsterrorismus/

[Q59] Messerattacke auf Bürgermeister Andreas Hollstein. WDR. https://www1.wdr.de/nrw/sauerland-siegerland/maerkischer-kreis/altena-attacke-hollstein-100.html

[Q60] Urteil zu den Dresdner Sprengstoffanschlägen. ZEIT ONLINE, 31.08.2018. https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-08/nino-k-sachsen-dresden-moschee-anschlag-gericht-urteil

[Q61] Chronik des Rechtsterrorismus in Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung, 17.12.2020. https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/324648/chronik-des-rechtsterrorismus-in-deutschland/

[Q62] Urteil nach Anschlagsfahrt in Bottrop und Essen. WDR, 11.12.2019. https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/bottrop/urteil-nach-silvester-amokfahrt-100.html

[Q63] Der Brandanschlag von Hünxe. Geschichte der Gegenwart, 11.10.2020. https://geschichtedergegenwart.ch/der-tag-der-deutschen-einheit-und-der-brandanschlag-in-huenxe-eine-erinnerung/

[Q64] Anschlag auf jüdisches Altenheim in München 1970. Deutscher Bundestag, 01.04.2026. https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1161454

[Q65] Duisburg 1984: sieben Tote und 23 Verletzte. Deutschlandfunk, 28.08.2024. https://www.deutschlandfunk.de/opfer-erinnern-an-mutmasslich-rassistischen-brandanschlag-von-duisburg-1984-mit-sieben-toten-und-23--100.html

[Q66] Lübecker Hafenstraße: zehn Tote, kein Schuldiger. NDR. https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/Zehn-Tote-zwei-Urteile-kein-Schuldiger%2Cluebeck915.html

[Q67] Burak Bektaş – Verdachtsfall. Amadeu Antonio Stiftung. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/todesopfer-rechter-gewalt/burak-bektas-verdachtsfall/

[Q68] BGH bestätigt Urteil im Mordfall Michael Berger / Kontext rechter Gewalt. Bundeszentrale für politische Bildung (Opfergruppen). https://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/213886/wer-sind-die-opfer-und-wie-werden-sie-dazu-gemacht/

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