DAS KALIFAT IST EINE PFLICHT (FARZ)

29-12-2020

DAS KALIFAT IST EINE PFLICHT (FARZ)

 

Der Gesandte Allahs (صلى الله عليه و سلم) übermittelt uns, dass die Ernennung eines Kalifen zum Vollzug der Gesetze des Islams und zum Tragen Seiner Botschaft eine Pflicht für die Muslime darstellt. Darüber hinaus ist diese Pflicht auch durch das Gebot bedingt, das Allah den Muslimen auferlegt hat, nämlich die Errichtung der islamischen Herrschaft und den Schutz der muslimischen Stätte. 

Diese Pflicht (Farz) ist allerdings ein "Farz Kifayah", eine Pflicht, die nur zur Genüge erfüllt werden muss. D.h. wenn ein Teil der Muslime diese Pflicht/Farz wie beispielsweise einen Kalifen zu ernennen, erfüllt, dann fällt diese Pflicht von dem anderen Teil der Muslime weg, weil diese Pflicht schon von einigen Muslimen praktiziert wurde und es somit vorhanden ist. Sollte aber ein Teil der Muslime diese Pflicht nicht realisieren bzw. nicht erfüllen können, auch wenn sie den dafür notwendigen Tätigkeiten nachkommen, so bleibt die Pflicht für alle Muslime bestehen und fällt von keinem von ihnen ab. 

Die Unterlassung der Ernennung eines Kalifen stellt eine der größten Sünden dar, da sie gleichbedeutend ist mit einem Verzicht auf die Erfüllung einer der wichtigsten Pflichten des Islam. Die Durchführung der Gesetze des Islams, der Scharia, des Dins[1] hängen davon ab, genauer gesagt ist es die Voraussetzung für die reale Existenz des Islams im täglichen Leben. Auch aktuell begehen die Muslime eine gewaltige Sünde, weil sie die Ernennung eines Kalifen vernachlässigt haben bzw. vernachlässigen. Wenn die Muslime allesamt diese Pflicht vernachlässigen, so trifft die Sünde weltweit, jeden einzelnen von ihnen. 

Sollten aber einige für die Ernennung eines Kalifen tätig/zugange sein, während die anderen es weiterhin vernachlässigen, so fällt die Sünde von jenen ab, die sich für die Erfüllung dieser Pflicht einsetzen. Die Pflicht aber bleibt für sie alle weiterhin bestehen, bis ein Kalif ernannt wurde. Die Bemühung, der Einsatz für die Erfüllung der Pflicht reicht aus, um von der Sünde (sowohl für die Verzögerung als auch für ihre Nichterfüllung) abzukommen, da die betreffende Person mit dem Vollzug beschäftigt ist und, trotz Einsatzes, an der Erfüllung der Pflicht zwanghaft gehindert ist. Diejenigen aber, die sich nicht mit der Erfüllung dieser Pflicht beschäftigen, sind nach drei Tagen vom Abgang des letzten Kalifen bis zur Ernennung eines neuen von der Sünde befallen. Allah hat ihnen nämlich eine Pflicht auferlegt, die sie nicht vollzogen haben und sich auch nicht mit den Tätigkeiten beschäftigt, die zur Erfüllung dieser Pflicht führen. Deshalb haben sie die Sünde, die Erniedrigung und die schwere Strafe Allahs im Diesseits und im Jenseits verdient. Die Sünde und die damit verbundene Bestrafung für die Vernachlässigung der Ernennung eines Kalifen bzw. für die Vernachlässigung der Tätigkeiten, die zu seiner Ernennung führen, haben die Muslime ganz klar verdient, weil ein Muslim die Strafe Allahs immer dann verdient, wenn er irgendeines Seiner Gebote vernachlässigt. Insbesondere gilt das dann, wenn von dieser Pflicht die Erfüllung der anderen Pflichten abhängt und erst durch ihre Erfüllung die Gesetze des Glaubens vollzogen und der Islam emporgehoben werden kann. Nur dann, kann das Wort bzw. das Gesetzt Allahs auf der ganzen Welt das höchste werden.

 

[1] Din; die gesamte islamische Lebens- bzw. Glaubensordnung


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Hilafet-i İslamiyye
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