WARUM ISLAM?

14-02-2022

Warum Islam?

 

Warum Islam?

Die Frage "warum?" verlangt eine vernünftige Antwort. Allerdings denken viele Menschen, dass es unmöglich sei, vernünftige Antworten auf ideologische Verbindlichkeiten zu geben (Ideologie=Denksystem). Sie glauben, dass eine Verbindlichkeit zu irgendeiner theistischen Ideologie ein irrationaler Akt sei. Viele Menschen verpflichten sich unlogischer Weise den unterschiedlichsten Ideologien und halten sich daran fest, nur weil sie in jener Gemeinschaft aufgewachsen bzw. hineingeboren sind. Sie akzeptieren nämlich die Ideologien auf dieselbe Weise, mit der sie eine traditionelle Kleiderform akzeptieren würden, die seit Generationen weiter gereicht wird. Einer nationalistischen Ideologie verbunden sein, stellt beispielsweise die beste Art dar, um die Unterstützung der Massen zu erlangen und dadurch persönliche politische Macht zu gewinnen. Im Folgenden werden zwei allgemeine Ansichten bezüglich ideologischer Verbindlichkeiten analysiert: 

1) Eine Verbindlichkeit zu irgendeiner Ideologie, die eine Art Gottheit beinhaltet und notwendigerweise irrational sein muss. Die Voraussetzung, die besagt, dass dies der fundamentale Anspruch aller derartigen Ideologien sei, geht über das Verständnis des menschlichen Geistes hinaus. Jene, die nämlich diese Voraussetzung akzeptieren, ziehen den Entschluss, dass alle Arten derartigen "Glaubens" auf Irrationalität und Vorstellungskraft basieren müssen als auf Realität. 

2) Die entgegengesetzte Ansicht wird von Menschen vertreten, die versuchen, ihren "Glauben" mit bestimmten irrationalen Vorstellungen zu rechtfertigen, indem sie behaupten, dass der Verstand limitiert sei. 

Anhänger dieser Ideologie sind der Meinung, dass sich die Menschen solchen Vorstellungen unterwerfen sollten, indem sie einfach "glauben". Die Schlussfolgerung dieser Menschen ist, dass die ultimative Realität im Wesentlichen irrational sein muss und daher für den menschlichen Verstand unverständlich. Ihre Ideologie muss ohne Grund akzeptiert oder daran "geglaubt" werden, um irgendeine Art von "Erlösung" zu erreichen. Diese Art des Arguments ist sehr schwer zu akzeptieren, weil der Mensch einen arbeitenden Verstand besitzt, welcher Wissensdurstig ist. Daher erscheint es nicht unnatürlich, zu verlangen, dass unsere Art zu denken und zu leben einzig und allein auf den Konzepten beruht, die als wahr verifiziert werden können.

Die Sichtweise der ideologischen Verpflichtungen behauptet, dass der Mensch nicht an etwas glauben kann und soll, was er nicht versteht. Hierbei ist das Wort „verstehen“ ausschlaggebend, welches erst einmal definiert werden muss. 

Es ist wahr, dass man kein adäquates geistiges Bild von manchen mathematischen und wissenschaftlichen Fakten haben kann, darunter die Krümmung des Weltraumes oder eines vom mathematischen Konzept der Unendlichkeit. Ebenfalls kann ein adäquates geistiges Bild ausgeschlossen werden, wie bestimmte Tiere Dinge erfahren; wie zum Beispiel die Fledermaus, die Art wie eine Fledermaus "sieht" indem sie Ultraschallwellen benutzt. Dennoch wissen wir aufgrund der handfesten Beweise und nicht wegen einiger nicht rationaler Ansichten, dass diese Konzepte wahr sind. Deshalb kann gesagt werden, dass diese tatsächlich verstanden werden.

Was ist nun mit dem Konzept von einer einzigen, allwissenden Einheit, die das Universum geschaffen hat? 

Es ist unmöglich irgendein geistiges oder visuelles Bild von einer solchen Einheit zu erlangen, weil die Beweise besagen, dass diese Einheit anders sein muss, als alles andere im Universum; diese Einheit muss nämlich unabhängig von Raum und Zeit existieren. Der Beweis für die Existenz dieser einzigen Intelligenz liegt in der Gestaltung der Natur selbst, die wir frei untersuchen können; daher ist eine solche Ideologie vernünftig.

Eines der Hauptprobleme der atheistischen Ideologie ist, dass sie die Intelligenz in den Prozessen des Universums nicht erklären kann. Zudem neigt sie zu der Behauptung, dass das Leben bedeutungslos sei. Des Weiteren wissen wir, dass menschliche Wesen natürlich dazu neigen, ehrlich zu sein; im Atheismus wird allerdings ein ultimativer Verursacher sowie irgendetwas über den Tod hinaus geleugnet, was einen Widerspruch schafft und zu einer Inkonsistenz im Verhalten führt - einerseits neigt die Person dazu, ehrlich zu sein, andererseits dazu, sich unehrlich "das Beste von dieser Welt zu verlangen".[1]

Eine Lebensweise, die der Verursacher des Universums der Menschheit mitgeteilt hat, ist den von Menschen gemachten Ideologien zu bevorzugen. Wenn man dem Rat Dessen folgen möchte, Der das Universum und alles, was es enthält gemacht hat, dann ist es besser, die echte Kommunikation vom Verursacher des Universums vor der von Menschen verdrehten und gemachten zu bevorzugen.

Diese Ideologien, die den Anspruch erheben, auf Offenbarungen zu basieren, können einer Reihe von Prüfungen unterzogen werden, wovon der erste und wichtigste die Konsistenz ist. Zwei Arten von Konsistenz müssen beachtet werden: interne und externe. Interne Konsistenz bedeutet, dass eine Feststellung im Buch, an keiner anderen Stelle (vom selben Buch) widersprechen darf. Externe Konsistenz bedeutet, dass eine Feststellung im Buch, keinen bekannten Tatsachen widersprechen darf; ob psychologische, physikalische, chemische, historische, geografische, biologische, etc. 

Bei der Anwendung dieser Prüfungen behaupten all die angeblich offenbarten Ideologien, dass die Wahrheit die Existenz und die vollkommenen Eigenschaften Gottes sei. All jene Ideologien, die den Anspruch erheben, offenbart worden zu sein, betrachten Gott als Allwissenden, Barmherzigen, Ewigen, etc. Allerdings deuten einige Bücher an, dass das Wissen Gottes limitiert sei, indem sie beispielsweise behaupten, dass Gott durch einen Menschen betrogen worden sei. Im Gegensatz dazu liefert der Koran das vollkommene Konzept von einem vollkommenen, allwissenden, einzigen Verursacher des Universums.

Dies führt zur nächsten Prüfung, und zwar die Authentizität. Die Frage, die gestellt werden muss, ist ob die Schriften, die wir heute haben, tatsächlich eine Kommunikation vom Schöpfer der Menschheit darstellen. Ein Studium der islamischen Geschichte zeigt, dass der gegenwärtige Koran genau derselbe ist, der vor über 1400 Jahren im Umlauf war. Während seiner Offenbarung wurde er bereits von einer großen Zahl von Menschen auswendig gelernt und auch nieder geschrieben.

Eine weitere Prüfung ist; die Vollständigkeit. Eine wahrhaftig vollständige Ideologie, die vom Urheber der Menschheit offenbart ist, liefert das nützliche System für alle Bereiche des Lebens; wie in Politik, Ökonomie, Medizin, Umwelt, etc.

Nun betrachte man die Prüfung der Universalität. Eine Ideologie, die historisch oder geographisch gebunden ist, ist nicht gleichzustellen mit einer, die auf alle menschlichen Wesen anwendbar ist, unabhängig von Zeit und Ort ihres Ursprungs.

Aus all den verwendbaren Kriterien der Konsistenz, Vollständigkeit, Authentizität und vor allem der Universalität, wird deutlich, dass der Koran einzigartig ist. Erstaunlicherweise betont der edle Koran selbst die oben erwähnte Annäherung, wie folgt:

أَفَلَا يَتَدَبَّرُونَ الْقُرْآنَ ۚ وَلَوْ كَانَ مِنْ عِندِ غَيْرِ اللَّهِ لَوَجَدُوا فِيهِ اخْتِلَافًا كَثِيرًا ﴿٨٢﴾

„Denken sie denn nicht sorgfältig über den Koran nach? Wenn er von jemand anderem wäre als von Allah, würden sie in ihm wahrlich viel Widerspruch finden.“ (Der edle Koran 4:82)

 


[1] Wenn jeder darauf besteht ´das Beste aus dieser Welt zu machen´, dann würde die heutige Gesellschaft nicht existieren. Angenommen all jene, die ´das Beste von dieser Welt´ wollen, begehen Diebstahl. Wenn dies passiert, würde keiner mehr Güter produzieren oder Nahrungsmittel anbauen. Daher scheint es, dass ´das beste von dieser Welt´ zu wollen, ein Handlungssystem ist, das zum Scheitern verurteilt ist.


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Hilafet-i İslamiyye
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