EINEN PROPHETEN „AUS IHREN BRÜDER“

07-03-2022

EINEN PROPHETEN „AUS IHREN BRÜDER“

 

In Deuteronomium (5.Buch Mose), Kapitel 18:18 steht geschrieben:

"Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und Meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde."

Wir fixieren uns auf den Abschnitt "will Ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen." Die Juden werden als rassische Einheit angesprochen, was hervorruft, dass die Araber zweifellos ihre Brüder sind. Die Bibel spricht von Abraham (a.s) als den "Freund Gottes". Abraham hatte zwei Frauen, Sarah und Hagar. Hagar gebar ihm den ersten Sohn Ismael.

"Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael"[1]

Allah bescherte Abraham durch seine Frau Sarah einen zweiten Sohn, namens Isaak. Demnach sind Ismael und Isaak, also die Söhne Abrahams, Brüder und zugleich stehen deren Nachkommen wie Brüder zueinander. In der Bibel wird wie folgt berichtet:

„(…) und er (Ismael) wird leben vor dem Angesicht seiner Brüder und all seinen Brüdern setzte er sich vors Gesicht.“[2]

„(…) und er (Ismael) starb vor dem Angesicht seiner Brüder.“[3]

Folglich ist Mohammed (صلى الله عليه و سلم) von den Brüdern der Israeliten, weil er ein Nachkommen Ismaels ist. Die Prophezeiung besagt ganz klar, dass der bezeichnete Prophet, der wie Moses sein würde, nicht aus den Kindern Israels sein wird, sondern aus ihren Brüdern; Mohammed war aus den Brüdern der Israeliten, d.h. von den Nachkommen Ismaels. Weiter besagt die Prophezeiung:

„(…) und ihm Meine Worte in den Mund legen (…)“

Das heißt, der kommende Prophet wird nicht aus eigenem Antrieb und Gelüsten sprechen, sondern ausschließlich, die ihm von Gott eingegebenen Worte kundtun. Mohammed (صلى الله عليه و سلم) war 40 Jahre alt, als ihm der Engel Jibril (Gabriel), die göttliche Botschaft überbrachte, und ihm befahl folgende Worte nachzusprechen:

اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ الَّذِي خَلَقَ ﴿١﴾‏ خَلَقَ الْإِنسَانَ مِنْ عَلَقٍ ﴿٢﴾‏ اقْرَأْ وَرَبُّكَ الْأَكْرَمُ ﴿٣﴾‏ الَّذِي عَلَّمَ بِالْقَلَمِ ﴿٤﴾‏ عَلَّمَ الْإِنسَانَ مَا لَمْ يَعْلَمْ ﴿٥﴾‏

„Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel. Lies, und dein Herr ist der Edelste, Der (das Schreiben) mit dem Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste.“ (Der edle Koran 96:1-5)

In den folgenden 25 Jahren seiner Gesandtschaft wurde Mohammed die Offenbarung stückweise überbracht, die er getreulich wiedergab. Die Offenbarung war ihm buchstäblich in den Mund gelegt worden. Zudem verwirklicht die Erfahrung Mohammeds in der Höhle Hira[4] einen weiteren Aspekt einer anderen biblischen Prophezeiung, so heißt es:

„(… das Buch ist jenem überbracht) der nicht lesen kann und man sagt zu ihm: "Lies!" und er spricht: "Ich kann nicht lesen."“[5]

Im Koran berichtet Allah:

الَّذِينَ يَتَّبِعُونَ الرَّسُولَ النَّبِيَّ الْأُمِّيَّ الَّذِي يَجِدُونَهُ مَكْتُوبًا عِندَهُمْ فِي التَّوْرَاةِ وَالْإِنجِيلِ

„die dem Gesandten, dem schriftunkundigen Propheten, folgen, den sie bei sich in der Thora und im Evangelium aufgeschrieben finden. (…)“ (Der edle Koran 7:157)

Bei der ersten Begegnung des Propheten Mohammeds (صلى الله عليه و سلم) mit dem Engel Gabriel, erwiderte ihm der Prophet auf die Aufforderung: "Lies", genau mit diesen Worten, nämlich: "Ich kann nicht lesen."

Zur Anmerkung; im 6. nachchristlichen Jahrhundert gab es keine arabische Ausgabe der Bibel, abgesehen davon, war der Prophet Mohammed des Lesens und Schreibens nicht mächtig. Sein einziger Lehrer war sein Schöpfer, wie der edle Koran das auch bestätigt:

وَمَا يَنطِقُ عَنِ الْهَوَىٰ ﴿٣﴾‏ إِنْ هُوَ إِلَّا وَحْيٌ يُوحَىٰ ﴿٤﴾‏ عَلَّمَهُ شَدِيدُ الْقُوَىٰ ﴿٥﴾‏

„Er (Mohammed) redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird. Belehrt hat ihn der Besitzer starker Kräfte.“ (Der edle Koran 53:3-5)

Eine neutrale und vorurteilsfreie Person wird eindeutig erkennen und ohne weiteres feststellen, dass diese Prophezeiungen den Propheten Mohammed (صلى الله عليه و سلم) beschreiben. Für die meisten scheinen diese Ausführungen dennoch von geringer Bedeutung, obwohl der Allmächtige jene warnt, die Seinen Worten keine Bedeutung beimessen:

„Wer aber auf Meine Worte, die er in Meinem Namen sprechen wird, nicht hört, an dem werde Ich es Selbst ahnden.“

Alle Suren im edlen Koran, ausgenommen die 9. Sure (at-Tauba), beginnen mit der Besmele, d.h. mit dem Namen Allahs. Mohammed hat die Prophezeiung buchstabengetreu mit der Gnade seines Herrn erfüllt. Des Weiteren beginnen Muslime wesentliche Handlungen ebenfalls im Namen Allahs. Die Christen hingegen tun dies im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, wobei anzumerken ist, dass weder Vater, noch Sohn, noch Heiliger Geist Eigennamen sind.

Bezüglich der Textstelle in Deuteronomium wurden einige Gründe dargelegt, dass sich diese Prophezeiung nicht auf Jesus beziehen kann, sondern auf Mohammed bezieht. In der neutestamentarischen Zeit ist zu erkennen, dass die Juden immer noch auf die Erfüllung der Prophezeiung "einer wie Moses" warteten, so heißt es in der Bibel:

„(…) die Juden sandten zu ihm (Johannes) aus Jerusalem Priester und Leviten, dass sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Und sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin’s nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: Nein. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du dann?, dass wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: »Ich bin die Stimme eines Predigers in der Wüste: Ebnet den Weg des Herrn!«, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Und sie waren abgesandt von den Pharisäern, und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist noch Elia noch der Prophet?“[6]

Als nun Jesus seinen Anspruch, der Messias zu sein vertrat, wurde auch er von den Juden über den ebenfalls verheißenen Propheten Elia befragt.

„Doch ich sage euch: Elia ist schon gekommen, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern haben mit ihm getan, was sie wollten. So wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen. Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer zu ihnen geredet hatte.“[7]

Dies sind zwei sich widersprechende Aussagen; Johannes (Yahya a.s) spricht weder Messias, noch Elia noch der Prophet zu sei, wohingegen Jesus (Isa a.s) seinen Jüngern übermittelt, dass Johannes der Elia war. Dies ist nicht unser Thema, deswegen werden wir nicht weiter draufeingehen. Jedoch sollte man wissen, dass im Islam sowohl Johannes als auch Jesus zwei angesehene Propheten sind. Hierbei sind die Fragen der Juden von großer Wichtigkeit. Sie stellen Johannes (a.s) folgende drei Fragen, die er ausdrücklich verneint:

1 - Bist du der Christus? 

2 - Bist du der Elia? 

3 - Bist du der Prophet?

Die gelehrte Christenheit scheint nur zwei Fragen zur Kenntnis zu nehmen; jedoch haben die Juden auf die Erfüllung dreier verschiedener Prophezeiungen gewartet:

„Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist noch Elia noch der Prophet?“[8]

Hieraus ist eindeutig zu erkennen, dass die Juden das Erscheinen Christus, Elia und des Propheten erwarteten. Jegliche Bibel mit einem Verzeichnis von Querverbindungen weist darauf hin, dass sich die Worte "der Prophet" in Johannes 1:25 auf die Prophezeiung in Deuteronomium 18:18 beziehen.

Der im Deuteronomium angekündigter Prophet war also nicht Christus, sondern Mohammed, der Gesandte Allahs.

Es ist auch Tatsache, dass die Weitersuche in der Bibel, in dem Buch der 1000 Prophezeiungen durchaus auf weitere Hinweise bezüglich des abschließenden Propheten Mohammed führt. Im Hohelied Salomons[9]beispielsweise wird der Prophet Mohammed namentlich erwähnt. Dies muss all jenen bekannt sein, die das Alte Testament in der hebräischen Sprache studieren, trotz dessen wird es verschwiegen und verleugnet.

Im hebräischen Originaltext wird das Wort "Mahammudim" verwendet. Dieses Wort wird in den gängigen Texten mit "alles an ihm ist Wonne" übersetzt. Die Endung "im" jedoch, steht für den pluralis majestatis, sodass das hebräische Wort "Mahammud" bleibt, welches übersetzt wird als:

"Der das Lob verdienende, der Lobenswerte"

also Mohammed (صلى الله عليه و سلم).

 


[1] Genesis 17:23

[2] Genesis 16:12

[3] Genesis 25:18

[4] Bekannt als Jabal al-Nur; Berg des Lichtes

[5] Jesaja 29:11-12; King James Version

[6] Johannes 1:19-25

[7] Matthäus 17:12-13

[8] Johannes 1:25

[9] 5:16


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Hilafet-i İslamiyye
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