DIE PRO-ISLAMISCHE RHETORIK M. KEMALS WÄHREND DES BEFREIUNGSKRIEGES

31-03-2020

Die pro-islamische Rhetorik M. Kemals während des Befreiungskrieges

 

Prof. Dr. Metin Hülagü erzählt über die pro-islamische Rhetorik M. Kemals während des Befreiungskrieges.

Um das Volk zur Teilnahme an der nationalen Befreiung noch weiter zu motivieren, war es nötig eine höchst-religiöse treue Rhetorik um dem Sultan sowie dem Kalifat an den Tag zu legen. Vor allem angesichts der Gerüchte[1] die gegen Mustafa Kemal, und seine Freunde ins Feld geführt und einer Fatwa, die in Istanbul auch noch gegen ihn verhangen worden war, war eine pro-islamische Rhetorik als Gegengewicht zu diesen Behauptungen, nach unserer Meinung unbedingt nötig gewesen. So Prof. Hülagü.

Die Gerüchte[2] bestanden darin, dass M. Kemal und Co. die Absicht hegten das Khalifat und das Sultanat abzuschaffen. (Was auch später so eingetreten war) Es wurde auch ohnehin ersichtlich, dass nach der Vertreibung der Besatzungsmächte eine neue Führungsrige an die Macht kam, die ein Staats- und Regierungsverständnis besaßen, welches der osmanischen Ordnung diametral entgegenstand. Dies ließ sich bestätigen in dem sie Institutionen, wie das Sultanat und das Kalifat ein Ende setzten. Neben anderen drastischen Veränderungen wurde es klar, dass diese pro-islamische Rhetorik nur diesem Zeitraum zuzuschreiben war. Mit anderen Worten nahmen sich Mustafa Kemal und seine Freunde dieser Rhetorik an, um von dieser zu profitieren und durch den Sieg an die Macht zu gelangen.

Während des Befreiungskriegs sollte der Islam als Element genutzt werden, um das Volk in Aufruhr und Kriegsstimmung gegen die Besatzer zu versetzen. In diesem Zusammenhang wurde in der großen Parlamentsversammlung durch M. Kemal, am 1. Mai 1920 eine Proklamation veröffentlicht, indem jene Anschuldigungen das Sultanat und das Kalifat aufheben zu wollen, dementiert.

Dazu argumentiert dieser so, dass jene Anschuldigungen von „England bezahlten Verrätern“ stammen, die Unruhe und Uneinigkeit in der Befreiungsbewegung bezwecken. Jene Bewegung, welche sich auf die Fahnen geschrieben hatte, die Legitimation und die Glaubwürdigkeit des Sultanats und des Kalifats erneut wiederherzustellen und bereit ist sich dafür zu opfern. Dabei versicherte er dem Kalifat und Sultanat keinerlei Schaden zuzufügen, keine schlechten Absichten gegen diese zu hegen, nicht auf diese Leute zu hören und schwor gleichzeitig auf Allah und Seinen Gesandten Muhammad (صلى الله عليه و سلم).

Es sollte jeden aufmerksam machen und zum Nachdenken bringen, dass Mustafa Kemal jene des Verrats, der Voreingenommenheit und der Korruption durch die Engländer bezichtigte, die seine Absichten durchschauten und genau das eingetreten war was man über Ihn behauptet hatte.

 

Wer ist dann der eigentliche Verräter?

 

 

Quellen:     http://www.belgelerlegercektarih.wordpress.com                                                                                    


[1] (Kayseri) Erciyes Üniversitesi Fen-Edebiyat Fakültesi Tarih Bölümü Öğretim Üyesi Prof. Dr. M. Metin Hülagü’nün, “Milli Mücadele Dönemi Islamcılık Politikası (1919-1923)” isimli makalesinden.

[2] M. Kemal’in söz konusu beyannamesi için bakınız; yukarıda adı geçen makaleden naklen: Publik Record Office, Foreign Office: 406/43, Nr 261/2.

 

 


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Hilafet-i İslamiyye
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