DER WIND, DER DIE SEELEN DER GLÄUBIGEN ZU SICH NIMMT

Zeichen der Stunde

24-02-2021

Der Wind, der die Seelen der Gläubigen zu sich nimmt

Zu den Zeichen der Stunde gehört unter anderem der angenehme, wohltuende Wind, der die Seelen der Gläubigen zu sich nimmt, sodass auf der Welt niemand mehr bleibt, der das Glaubensbekenntnis spricht und nur die schlimmsten, schlechtesten Menschen bleiben, bei denen dann die Stunde eintrifft. 

Dieser Wind wurde als feiner und geschmeidiger als Seide beschrieben und womöglich ist das eine Ehrung von Allah & für seine gläubigen Diener zu jener Zeit, die voller Versuchungen und Böses ist. 

In dem langen Hadith, der von an-Nawwas Ibn Sam’an berichtet wird, über ad-Dadschal, das Herabsteigen Isas as. und das Erscheinen von Ya dschudsch und Ma ’dschudsch (Gog und Magog), heißt es: 

„So sendet Allah  einen angenehmen, wohltuenden Wind, der unter ihren Achseln weht und die Seelen eines jeden Gläubigen, eines jeden Muslims zu sich nimmt und es bleiben dann nur die schlimmsten, schlechtesten Menschen, die sich wie die Tiere gegenseitig umbringen. Bei denen tritt die Stunde ein.” (Sahih Muslim (18/70))

Auch überlieferte Muslim, dass Abdullah Ibn Amr ra. sagte: „Der Prophet saw. sagte: ‚Der Dadschal taucht auf. 

Dann erwähnte er den Hadith und darin heißt es: 

‚Sodann sendet Allah Isa Ibn Maryam as., als wäre er Urwa Ibn Mas‘ud. Dann fordert er ihn heraus und tötet ihn. Dann leben die Menschen sieben Jahre, ohne dass zwischen zwei Menschen Feindseligkeiten aufkommen. Dann sendet Allah einen kühlen Wind aus der Schaam-Region, sodass niemand auf der Welt bleibt, in dessen Herzen auch nur ein Staubkorn Gutes oder Glaube ist, den dieser Wind nicht zu sich nimmt. Auch wenn einer von euch in einen Berg hinein geht, geht der Wind mit hinein und nimmt ihn zu sich.’” (Sahih Muslim (18/75-76)) 

Die Ahadith deuten darauf hin, dass dieser Wind nach dem Herabsteigen Isas as., der Tötung des Dadschals und nach Ya'dschudsch und Ma‘dschudsch (Gog und Magog) kommen wird. 

Auch tritt dieser Wind nach dem Aufgang der Sonne aus dem Westen und nach dem Erscheinen des Tieres und allen weiteren großen Zeichen in Erscheinung. (siehe Faidh al-Qadir 6/417) Daher ist beim Erscheinen des Windes das Eintreffen der Stunde sehr nah. 

Auch widerspricht das nicht dem Hadith, in dem es heißt: „Es wird eine Gruppe von meiner Umma bleiben, die für den rechten Weg siegreich sind bis zum Tage der Auferstehung.” (Sahih Muslim (2/193)) 

In einer anderen Überlieferung heißt es: „Siegreich auf dem rechten Weg. Diejenigen,die sie hintergehen, schaden ihnen nicht, bis die Angelegenheit Allahs kommt und sie noch so sind.” (Sahih Muslim (13/65)) 

 

Denn die Bedeutung an dieser Stelle ist vielmehr, dass sie so lange auf dem rechten Weg sind, bis dieser angenehme Wind nahe am Eintreffen der Stunde ihre Seelen nimmt und somit ist mit der Angelegenheit Allahs dieser wehende Wind gemeint. (siehe Sharh an-Nawawi li-Muslim 2/132), Fath al-Bari 13/19,85)

Auch heißt es im Hadith, den Abdullah Ibn Amr berichtete, dass dieser Wind in der Schaam-Region, wie bereits erwähnt, erscheint. In einem anderen Hadith, der von Abu Huraira %# berichtet wird, heißt es: 

„Der Prophet saw. sagte: ‚Allah sendet einen Wind aus dem  Jemen, leichter, weicher als Seide. Dieser Wind lässt keinen aus, in dessen Herzen auch nur ein Staubkorn an Glaube ist, ohne seine Seele zu nehmen.’”(Sahih Muslim (2/132)) 

Hierauf kann man zwei Antworten geben: 

  1. Möglich, dass es sich um zwei Winde handelt: einer aus dem Schaam, der andere aus dem Jemen. 
  2. Auch ist es möglich, dass der Wind aus einem der beiden Orte weht und bis zum anderen Ort gelangt und sich von dort ausbreitet. 

Und Allah weiß es am Besten. (Sharh an-Nawawi li-Muslim 2/132, siehe auch Ashrat as-Sa’a wa-Asraruha S. 88-89)


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Hilafet-i İslamiyye
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