DER JIHAD GEGEN SEINEN EIGENEN NAFS

12-05-2018

Das Ankämpfen gegen das Selbst

Der elfte Weg, um Sünden zu entfliehen, wie erwähnt von İbn al-Qayyim, ist, dass man rigoros gegen den Ruf zu Begierden und Lust durch religiöse Motivation angeht. Das erfordert ein Selbsttraining, um gegen das Nafs anzukämpfen. Allah sagt:

„Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz gewiss (auf) Unsere Wege leiten. Und Allah ist wahrlich mit den Gutes Tuenden.“ (al-Ankabut:69)

Der Muslim besitzt also eine religiöse Motivation oder mehr noch mehrere motivierende Faktoren, die wir bereits erwähnt haben, genau wie es böse Versuchungen und Anreize von verschiedener Herkunft gibt.

Was der Gläubige demzufolge benötigt, sind eine Auseinandersetzung, eine Abweisung und ein Kampf mit den Versuchungen, die ihn zum bösen rufen, und dies geschieht eben durch besagte religiöse Motivation, die man als mujahadah bezeichnet, was eine Form von muqawamah darstellt, also einen Widerstand gegen jedwede Versuchungen, die innerhalb seines Nafs zum bösen aufrufen.

 

Das Abwehren der bösen Gedanken

Der zwölfte Weg, um Sünden zu entfliehen wie von İbn al-Qayyim erwähnt, ist das Abwehren der bösen Gedanken des Nafs, denn Ungehorsam beginnt mit einem Gedanken und entwickelt sich zu einer Begierde.

Danach mutiert diese Begierde zu einer Absicht, die immer mehr im Herzen des Dieners wächst, und diese Absicht verändert sich zu einem bösen Willen, welcher sich schließlich zu einer Entschlossenheit, die mit der Tat verbinden ist, entwickelt.

Das beste für eine Person ist, dass sie sich der üblen Gedanken von Anfang an entledigt, andernfalls worden diese wachsen und all die Stationen durchlaufen, die wir oben erwähnt haben.

Für den Diener ist es auf jeden Fall leichter, diese negativen Gedanken und Ideen abzuwehren und zu besiegen während sie noch als Gedanken in seinem Kopf existieren und bevor sie innerhalb seines Nafs wachsen und zuerst zu einer starken Absicht, dann zu einem bösen Willen uns schließlich zu einer Entschlossenheit, die Sünde zu begehen, werden.

 

Das Abbrechen der Verbindung zu Dingen, did Gelüste hervorrufen

Der dreizehnte Weg, um Sünden zu entfliehen, wie von İbn al-Qayyim erwähnte, ist das Abbrechen aller Verbindungen und Gründe, die den Diener provozieren, seinen Gelüsten zu folge  und stattdessen die Umleitung dieser Gelüste zu etwas, was Allah liebt.

Es gibt viele verschiedene Gründe, die im Herzen einer Person das Verlangen nach Falschheit, Sünde und anderen Ungesetzmäßigen rührt. Solch eine Person muss alles tun, um gegen dieses Verlangen anzugehen.

Allerdings kann man das nicht erreichen, indem man gänzlich seine Begierde ausschaltet, der Diener sollte eher versuchen, sein Verlangen zu dem auszurichten, dem Allah wohlgesonnen ist, wie aus dem Hadith von Anas ersichtlich ist:

„Keiner von euch glaubt bis sein begehren/seine Neigung dem folgt, womit ich gekommen bin.“ (Sunnah İbn Abu Asim, Nr. 15)


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