DAS ZIEL EINES VERKÜNDERS IST EIN ISLAMISCHES KALIFAT ?

26-09-2018

Das Ziel eines Verkünders ist die Errichtung eines islamischen Kalifats

Die Verkündung des Gesandten Allahs (saw) in Taif und seine Reaktion auf deren ablehnende Haltung, Bergen wichtige Lehren.

Während eines 10-tätigen Aufenthalts in Taif lud er die Oberen der Sakif zum Islam ein und bat sie um ihren Schutz. Sie hatten jedoch beides abgelehnt.

Die darauffolgende Reaktion Rasulullah (saw) zeigt uns einen wichtigen Aspekt der islamischen Bewegung auf: nachdem die Sakif den Islam nicht akzeptierten, verlangte der Gesandte Allahs (saw) von ihnen dies geheim zu halten und es niemanden zu erzählen. Schließlich wollte er nicht, dass die Muschrikin von Quraysch dieses Ereignis als Propaganda gegen ihn missbrauchen. Denn wenn sie davon erfahren hätten, dann hätten sie ihren Spott und ihre Ungerechtigkeiten gegenüber den Muslimen verstärkt und sich darüber gefreut, neue Verbündeten gefunden zu haben.

Doch die Sakif lehnten auch dies ab und hetzen sogar ihre Kinder und Sklaven auf den Gesandten, die ihn beschimpften, steinigten und großes Leid zufügten. Dies war gewiss eine große Pein, denn er war mit großer Hoffnungen nach Taif gegangen und musste es mit leeren Händen 2ierr4 verlassen und wurde zudem durch ihre niedrigsten auf das Übelste behandelt.

In diesem schlimmen Zustand betete Rasulullah (saw) ständig zu seinem Herrn: „OH Allah! Solange ich nicht deinen Zorn auf mich ziehe, bin ich bereit alles leid zu ertragen. Doch Deine Gnade und Barmherzigkeit sind so groß, dass Du mich davor bewahren wirst. O Allah! Ich nehme Zuflucht bei Dir vor Deinem Zorn und davor, dass Du mir Dein Wohlgefallen verwehrst.“

Auch dieses Bittgebet bring wichtige Lehren für den Verkünder. Es zeigt uns, an wen sich der Verkünder wenden und bei wem er Zuflucht suchen muss, wenn er Leid und Unrecht erfährt. Denn bei allem, was der wahre Verkünder tut, strebt er allein das Wohlgefallen Allahs an. Und nichts kann ihn davon abbringen.

Als der Gesandte Allahs (saw) sich in dieser schwierigen Lage auf dem Rückweg nach Mekka befand, schlichte Allah den Engel der Berge zu ihm, der zu ihm sagte: „O Muhammad, gewiss hat Allah gehört, was dein Volk zu dir sagte. Ich bin der Engel der Berge. Dein Herr entsandte mich zu dir, um jeden deiner Befehle gegen dieses Volk auszuführen. Was soll ich für dich tun? Wenn du möchtest, dass ich diese beiden Berge über die Mekkaner legen soll, dann brauchst du es nur zu befehlen.“

Obwohl sie ihm viel Unrecht zugefügt, ihn aus seiner Heimat vertrieben und ihn erniedrigt hatte, lautete die Antwort Rasulullah (saw) wie folgt: „Nein! Ich bete zu Allah, dass Er aus den Lenden dieser Muschrikin nachkommen hervorbringt, die allein Allah dienen und Ihm nichts beigesellen.“ Diese Antwort sollte jedem zu denken geben, wo doch jeder andere Mensch in seiner Lage Vergeltung verlangt hätte.

Mit dieser Antwort deutet Rasulullah (saw) auf eine Eigenschaft hin, die jeder Verkünder besitzen sollte. Der Verkünder sucht niemals Rache aus persönlichen Beweggründen. Das Ziel seiner Dawa ist es nicht die Menschen zu vernichten, sondern sie für den Islam zu gewinnen. Sein einziges Bestreben ist, dass die Dawa siegt; allein daraus konzentriert sich seine Arbeit. Und diese Dawa kann nur dadurch gewinnen, wenn sich die Anzahl der Menschen, die sich dieser Dawa hingeben, vermehrt. Deswegen war das einzige, worum der Gesandte Allahs (saw) seinen Herrn ständig bat, die Rechtleitung dieser Menschen und nicht ihre Vernichtung.

Selbst wenn Rasulullah (saw) dem Engel der Berge die Vernichtung seines Volkes befohlen hätte, wäre er dafür von Allah nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Schließlich wurde dieser Engel von Allah persönlich beauftragt jedem seiner Befehle zu gehorchen. Doch wenn Rasulullah (saw) Rache geübt hatte, dann waren sehr wahrscheinlich nicht so viele Nachkommen dieser Muschrikin mit dem Islam geehrt worden.


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