DAS VERTRAUEN AUF ALLAH

03-11-2019

Das gänzliche Vertrauen auf Allah

Das gänzliche Vertrauen auf Allah bedeutet die aufrichtige Abhängigkeit des Herzens von Allah im Bemühen des Dieners, sich selbst vor allem zu schützen, was seinem Wohlbefinden in diesem Leben und im Akhira schaden könnte.

„…Und wer Allah fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg und gewährt ihm Versorgung, von wo (aus) er damit nicht rechnet. Und wer sich auf Allah verlässt, dem ist Er seine Genüge…“ (65-2-3)

Jemand, der Allah fürchtet und sich gänzlich auf Ihn verlässt, wird sehen, dass ihm diese beiden Eigenschaften in Angelegenheiten dieser Welt und bezüglich seines Dins zur Genüge sind.

Umar Ibn Khattab, möge Allah mit ihm zufrieden sein, sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs saw. sagen: ‚Wenn ihr alle auf Allah vertraut hättet, wie ihr es hättet tun sollen, dann hätte Er gewiss für euch gesorgt, wie Er für die Vögel des Morgens sorgt, die dann in der Dämmerung gesättigt zurückkehren.‘“[80]

Abu Hatim ar-Razı sagte, dass dieser Hadith das fundamentale Prinzip, dass das Vertrauen auf Allah das wichtigste Mittel zum erlangen seiner Nahrung und seine Versorgung darstellt, begründet.

Sa’id ibn Jubair sagte: „Vertrauen auf Allah ist ein wesentlicher Teil des Glaubens.“ Das Innehaben des Zustandes des Vertrauens, hält einen jedoch nicht davon ab, die Wege und Mittel zu nutzen, die Allah für Seine Geschöpfe vorgesehen hat, denn dies sind Seine Gesetze, und Er hat uns befohlen, sie zu nutzen, aber gleichzeitig auf Ihn zu vertrauen. Sich dieser mit den Gliedmaßen zu bedienen, bedeutet, dass man Gehorsam ist, und Ihm in unseren Herzen zu vertrauen, bedeutet, dass man Glaube an Ihn hat. Allah sagt:

„O die ihr glaubt, seid auf eurer Hut.“ (4:72)

Sahl sagte: „Wer immer Handlungen (wie z.B. einen Lebensunterhalt verdienen) in Frage stellt, der stellt genau die Gültigkeit der Sunnah in Frage, und wer immer das Vertrauen auf Allah in Frage stellt, der stellt den Glauben selbst in Frage.“

Vertrauen ist der Zustand des Propheten saw., wohingegen die Bemühung, einen Lebensunterhalt zu verdienen, seine Sunnah ist, und wer immer dem nacheifert, darf nicht seine Sunnah verlassen.

Es wurde gesagt: Mittel und Wege zu ignorieren, bedeutet, dass man die Notwendigkeit der Shariah im Islam anzweifelt, wobei ein ausschließliches Vertrauen auf Mittel und Wege bedeuten würde, dass man die Realität des Tauhids (die Existenz Allahs) in Frage stellen würde.

Es gibt drei Sorten von Taten, die der Diener ausführt:

Erstens, die Taten des Gehorsams, die Allah dem Diener aufgegeben hat, und diese sind ein Mittel, um ihn vor dem Feuer zu retten und ihn in den Garten zu führen. Diese müssen ausgeführt werden, wobei man aber gleichzeitig auf Allah vertraut, denn es gibt keine Kraft und Macht außer in Ihm. Was immer Er, der Allerhöchste, wünscht, hat bereits stattgefunden, und was immer Er nicht wünscht, wird niemals geschehen.

Wer eine der Pflichten nicht erfüllt, die Allah ihm auferlegt hat, verdient es, in diesem und im nächsten Leben bestraft zu werden, gemäß der Shariah und wie von Allah, dem Allmächtigen, bestimmt.

Yusuf ibn Asbat sagte: „Tue, was du tust wie ein Mann, der nur durch seine Taten gerettet werden kann, und vertraue auf Allah wie ein Mann, den nur ein Unglück befallen kann, was bereits für ihn bestimmt ist.“

Zweitens, die Taten, die Allah zu einem Teil dieser Welt gemacht hat und dir Allah Seinem Diener aufgegeben hat zu tun, wie essen bei Hunger, trinken bei Durst, das aufsuchen von Schatten in der Hitze, das sich wärmen bei kaltem Wetter und ähnliches. Diese Dinge sind Pflicht, und wer sie nicht tut, der schadet sich selbst und verdient, bestraft zu werden.

Drittens, die Taten, die Allah allgemein zum Teil des Lebens gemacht hat, ohne dass sie wesentlich sind. Allah ist in der Lage, Ausnahmen zu machen für wen auch immer Seiner Diener Er will.

Es gibt mehrere Arten dieser Taten, z.B. das Einnehmen von Medizin. Die Ulama haben verschiedene Antworten auf die folgende Frage gegeben: Ist es besser für einen kranken Menschen, Medizin einzunehmen oder nicht oder sollte man gänzlich auf Allah vertrauen und sie nicht nehmen?

Es gibt auf diese Frage zwei etwas bekanntere Antworten:

Imam Ahmad sagt, dass Vertrauen auf Allah besser ist. Er zitiert den Ausspruch des Propheten saw.: „Siebzig Tausend Menschen meiner Ummah werden in den Garten eintreten, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen oder bestraft zu werden. Es sind die, die weder Glücksbringer anfertigen, noch anwenden, noch nach Zeichen Ausschau halten oder ihren Körper brandmarken und stattdessen gänzlich auf ihren Herrn vertrauen.“[81]

Jene Ulama, die das Einnehmen von Medikamenten befürworten, sagen, dass der Prophet saw. selbst Medikamente nahm, und er tat immer nur, was das Beste war. Obiger Hadith bezieht sich nur auf die Anwendung eines Talisman, was nämlich dazu führen kann, dass man auf andere Kräfte als Allah vertraut.

Mujahid, Ikrimah, an-Nukha’i und andere von unseren ehrwürdigen Vorfahren sagten: „Niemandem wurde die Erlaubnis gegeben, nicht die Mittel und Wege dieser Welt zu benutzen, um ein Leiden zu behandeln, es sei denn, wir haben es mir jemand zu tun, der überhaupt keinen Bezug zur Schöpfung mehr hat.“

Ishaq ibn Rahawayh wurde einmal gefragt: „Kann jemand Krieg führen, ohne sich vorbereitet zu haben?“ Er antwortete: „Er kann, aber nur, wenn er wie Abdullah ibn Jubair ist, andernfalls nicht.“

 


[80] At-Tirmidhi, Kitab az-Zuhud, al-Hakim, Kita bar-Riqaq

[81] Al-Bukhari, Kitab ar-Riqaq, Muslim, Kitab al-Iman


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Hilafet-i İslamiyye
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