DANACH STREBEN EIN GHURABA ZU SEIN

25-07-2019

Danach streben, ein Fremder zu sein

 

Abdullah Ibn`Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:

,,Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, nahm mich bei meinen Schultern und sagte:
'Sei auf dieser Welt wie ein Fremder oder wie derjenige, der sich auf einer Durchreise befindet und zähle dich zu den Bewohnern der Gräber.“

Und Ibn ´Umar pflegte zu sagen:,,Wenn der Abend kommt, erwarte nicht den Morgen, und wenn der Morgen kommt, erwarte nicht den Abend. Nimm von deiner Gesundheit für deine Krankheit und von deinem Leben für deinen Tod. Diener Allahs, welcher wird dein Name morgen sein?“

 

Ibn Umar berichtete, dass: Der Gesandte Allahs ergriff mein Schienbein oder hielt mich fest und sagte: 'Abdullah, sei in dieser Welt wie ein Fremder und zähle dich zu den Insassen der Gräber.“

 

Mujahid sagte: ,,Abdullah sagte zu mir: 'Wenn du aufwachst (aufstehst), dann erwarte nicht den Einbruch des Abends. Wenn du dich schlafen legst, erwarte nicht am Morgen, lebendig zu sein. Nimm von dieser Welt, was dir fürs Jenseits nützt.“

 

10. Ibn Umar berichtete, dass: ,,Der Gesandte Allahs ergriff mich und sagte:

'Bete Allah so an, als ob du Ihn siehst und sei in dieser Welt wie jemand, der sich auf der Durchreise befindet.“

 

Abu Bakr Abdullah Ibn Humayd zitierte einige Gedichtsverse…

Oh du Achtloser, der du im Schatten der Freuden sitzt, Durchstreife diese Welt wie ein Durchreisender! Zähle deine stets zu den bereits Davongegangenen. Scheide dich von der Welt, und schmiege dich nicht an diese Stätte der Täuschung.

 

Wenn nun jemand fragen würde, was seine Aussage,
,,…sei in dieser Welt wie ein Fremder oder wie derjenige, der sich auf der Durchreise befindet…“, bedeutet, so würden wir ihm antworten, und Allah weiß es am besten:

 

Dies bezieht sich auf jemanden, der sesshaft ist, jemanden den Allah, der Allmächtige und Herrliche, mit Besitz und Nachkommenschaft gesegnet hat und er darin große Zufriedenheit findet. Er hat eine hübsche Frau, ein großes Haus, schöne Kleidung und gutes Essen, und dann muss er sich auf eine Reise begeben, und diese Reise dehnt sich immer weiter aus und er verliert all das, worin er zuvor noch Genuss gefunden hatte. Er endet als Fremder in einem fremden Land. Er sieht sich der Einsamkeit und Trostlosigkeit in diesem Land ausgesetzt, hinzu treffen ihn zudem Erniedrigungen und Schwäche. Er brennt danach, in seine Stadt zurückzukehren und begibt sich erneut auf die Reise, diesmal mit dem einzigen Ziel, nämlich dort anzukommen. Die Verpflegung, die er mitnimmt, ist knapp bemessen und reicht gerade mal aus, ihn zu erhalten. Die Kleidung, die er einpackt, genügt, um ihn ordentlich zu bedecken. Und deshalb ist das meiste, was er mit sich trägt, sein Proviant, zudem auch ein Wasserbehälter gehört, um die Strapazen der Reise durchstehen zu können. Während er all dies auf sich nimmt, füllt sich sein Herz mit Freude und ist in sehnsüchtiger Erwartung wegen dem, was ihn so lang ersehnt bei seiner Rückkehr erwartet. Standhaft durchsteht er jede Mühsal und begegnet jeder schwierigen Situation mit Geduld. Die Nächte verbringt er in den Tälern und am Tag sucht er in den Bergen die Felsspalten für seine Ruhepausen auf oder legt sich auf den blanken Boden unter einen Baum.

 

Wenn immer er etwas erblickt, dass seine Begierden weckt, versagt er sich dies und ermahnt seine Seele zur Geduld und erinnert sie an die Vergnügen, welche ihn an seinem Ankunftsort erwarten. Immer wenn er sich auf seiner Reise Schwierigkeiten ausgesetzt sieht, weint er aus Sorge und stößt tiefe Seufzer aus, doch ist er geduldig und denkt über die Lehren nach, die er aus seinem Zustand gezogen hat. Er erwidert dem, der ihm rau und grob begegnet , nicht mit Gleichem und nimmt auch keine Rache an denen, die ihm Schaden zufügen. Er schenkt all jenen, die sich ihm gegenüber feindlich verhalten, keine Beachtung, denn alle Angelegenheiten des Diesseits erscheinen ihm unwichtig, da seine einzige Sorge darin besteht, sein Ziel zu erreichen.

 

Es wird gesagt, dass der intelligente Muslim der ist, der nach dem Jenseits strebt und die diesseitige Welt ablehnt: Sei in dieser Welt wie dieser Fremde, der seine Augen auf die Dinge des Diesseits richtet, die für seinen Erhalt ausreichen und von Nutzen sind. In diesem Sinne wendet er sich von jeglichem Luxus und Überfluss ab. Indem man dies tut, wird man wahrlich zu einem Fremden, zu jemandem, der sich nur auf der Durchreise befindet, jemandem, der nach dem Jenseits strebt und das Diesseits mit geringem Wert bemisst. Wenn du dies tust, wirst du das lobenswerte Ergebnis deiner Standhaftigkeit und deiner Geduld sehen, mit welcher du allen widrigen Umständen auf deiner Reise begegnet bist. Und Allah weiß es am besten.

 

Jeder, der die Strafe der Fremdartigkeit erreichen möchte, muss geduldig den Schaden über sich ergehen lassen, der ihn von Seiten seiner Eltern, seiner Frau, seiner Brüder und seiner Verwandten treffen wird. Würde nun jemand die Frage stellen: ,,Wieso soll mich denn Schaden von ihnen treffen, wo sie mich doch lieben und ich sie?“ So würde erwidert werden:

Du hast dich ihnen in ihrer Liebe und ihrem Streben für das Diesseits widersetzt. Ihnen, im Gegensatz zu dir, ist egal welche Verluste sie wegen ihres Strebens nach dem Diesseits bezüglich ihrer Religion erleiden. Leistest du ihnen in dieser Hinsicht Folge, lieben sie dich. Widersetzt du dich ihnen jedoch und begibst dich stattdessen auf den Pfad des Jenseits, indem du der Wahrheit folgst, werden sie dir Grobheit entgegen bringen. Du wirst deine Eltern durch deine Handlungen verletzen und sie wütend machen, deine Frau wird über dich verärgert sein und nach Trennung verlangen und nur noch selten wirst du deinen Geschwistern und Verwandten begegnen. Betrübt und verwirrt bewegst du dich unter ihnen, alsdann wirst du dich selbst mit den Augen eines Fremden betrachten und stellst fest, dass dies der Zustand aller Fremdartigen wie du selbst einer bist, ist. Du fühlst dich ausgeschlossen von deinen Geschwistern und Verwandten und begreifst, dass du alleine den Pfad zu Allah, Dem Edlen, beschreitest. Sei geduldig – nur ein paar Tage! Halte die Schändlichkeit dieser Welt für ein paar Minuten aus, nimm nur etwas an dem niederen Leben des Diesseits teil und du wirst sehen, dass dich das zur Stätte des Wohlbefindens bringen wird, deren Boden rein ist und deren Gärten in voller Pracht erstrahlen, deren Früchte üppig und Flüsse süß sind. Darin findest du all das, was sich die Seele wünscht und woran sich die Augen erfreuen. Darin wirst du auf ewig verweilen.

 

يُسْقَوْنَ مِن رَّحِيقٍ مَّخْتُومٍ ﴿٢٥﴾ خِتَامُهُ مِسْكٌ ۚ وَفِي ذَٰلِكَ فَلْيَتَنَافَسِ الْمُتَنَافِسُونَ ﴿٢٦﴾ وَمِزَاجُهُ مِن تَسْنِيمٍ ﴿٢٧﴾ عَيْنًا يَشْرَبُ بِهَا الْمُقَرَّبُونَ ﴿

,,Ihnen wird von versiegeltem Nektar zu trinken gegeben, dessen Siegel Moschus ist -, und darum sollen die Wettbewerber Wettkämpfen -, und dessen Beimischung Tasnim6 ist, aus einer Quelle, aus der die (ALLAH) Nahegestellten trinken.“

(Al-Mutaffifin 83:25-28)

 

Kelche werden unter ihnen herumgereicht, deren Inhalt aus übersprudelnden Quellen kommt.

لَّا يُصَدَّعُونَ عَنْهَا وَلَا يُنزِفُونَ ﴿١٩﴾ وَفَاكِهَةٍ مِّمَّا يَتَخَيَّرُونَ ﴿٢٠﴾ وَلَحْمِ طَيْرٍ مِّمَّا يَشْتَهُونَ ﴿٢١﴾ وَحُورٌ عِينٌ﴿٢٢﴾ كَأَمْثَالِ اللُّؤْلُؤِ الْمَكْنُونِ ﴿٢٣﴾ جَزَاءً بِمَا كَانُوا يَعْمَلُونَ﴿

,,Keinen Kopfschmerz werden sie davon bekommen, noch werden sie das Bewusstsein verlieren. Und Früchte, die sie sich wünschen und Fleisch vom Geflügel, das sie begehren und Huris wohlbehüteten Perlen gleich (werden sie erhalten) als Belohnung für das, was sie zu tun pflegten“ (Al-Waqiah 56:19-24)

 

Muhammad Ibn Muáqiyyah Al-Sufi berichtete, dass ein Mann der Bewohner von Khorasan zu ihm gesagt hat: ,,Allah, der Herrliche und Der Allmächtige, offenbarte einem Seiner Propheten: ´Wenn es dein Wunsch ist, Mich im heiligen Reich (Jenseits) zu treffen, dann sei in dieser Welt verzagt und allein: gleich einem einsamen Vogel, der in den dunklen Gebieten der Erde umherfliegt, von Bäumen isst und in seinem Nest schläft.“


RISALE

Hilafet-i İslamiyye
Hilafet-i İslamiyye

ZÄHLER

Heute 359
Insgesamt 944871
Am meisten 5598
Durchschnitt 1096